
Mit dem Alter steigt nicht nur die Wahrscheinlichkeit, an einer erektilen Dysfunktion zu erkranken, die Ursachen sind auch andere. Während bei jüngeren Männern häufig psychische Ursachen vorliegen, liegen bei älteren Männern häufig organische Ursachen zugrunde. Einer Metaanalyse von sechs Studien zum Thema zufolge hatten in der Gruppe der Männer unter 40 Jahren rund 85 Prozent der diagnostizierten Erektionsstörungen eine psychische Ursache (während nur bei knapp 15 Prozent eine körperliche Ursache zugrunde lag). In der Gruppe der Männer über 40 Jahre waren dagegen nur knapp 41 Prozent der diagnostizierten Erektionsstörungen psychischen Ursprungs und rund 59 Prozent auf eine körperliche Ursache zurückzuführen. Weiterhin können auch Medikamente zu Erektionsstörungen führen.
Für die Erektion sind vor allem zwei Dinge wichtig: intakte Nervenbahnen zwischen Gehirn und Geschlechtsorganen, v.a. dem Penis, und eine gute Blutversorgung der Schwellkörper im Penis. Es liegt daher nahe, dass es bei einer organisch bedingten Störung häufig einen Zusammenhang mit entsprechenden Erkrankungen gibt. Dazu gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Bluthochdruck), Erkrankungen, die Nerven und Gefäße schädigen (z. B. Diabetes), Harnwegerkrankungen oder Operationen im Beckenbereich.

Da es einen engen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauferkrankungen und Erektionsstörungen gibt, können sie ein früher Hinweis auf ein Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Bei länger anhaltenden Erektionsstörungen solltest Du die Ursachen daher immer ärztlich abklären lassen.

















































