Wirkung, Anwendung, Wissenswertes rund um PDE-5-Inhibitoren

Um zu verstehen, wie PDE-5-Hemmer bei Erektionsstörungen wirken, lohnt sich zunächst ein Blick auf die zugrunde liegenden körperlichen Prozesse.
PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Sie hemmen das Enzym Phosphodiesterase-5, das für den Abbau des Botenstoffs cGMP verantwortlich ist. Dieser Botenstoff sorgt bei sexueller Erregung dafür, dass sich die Blutgefäße im Penis erweitern und mehr Blut in die Schwellkörper des Penis einströmt.
PDE-5 steht für Phosphodiesterase-5, ein Enzym, das den Botenstoff cGMP abbaut. PDE-5-Hemmer verlangsamen diesen Abbau und erhöhen dadurch indirekt den cGMP-Spiegel.
Dadurch entspannen sich die Blutgefäße in den Schwellkörpern des Penis, mehr Blut kann einströmen und eine Erektion wird erleichtert.
Der Begriff PDE-5-Hemmer bezeichnet eine Gruppe verschiedener Wirkstoffe. Die wichtigsten sind:
Alle vier Wirkstoffe sind zur Behandlung von Erektionsstörungen zugelassen. Sie unterscheiden sich vor allem in Wirkeintritt, Wirkungsdauer und Nebenwirkungen.
Sildenafil war 1998 der erste zugelassene PDE-5-Hemmer und wurde unter dem Markennamen Viagra® bekannt.

Erektionsstörungen betreffen die Fähigkeit, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Sie sind nicht mit einer verminderten sexuellen Lust (Libido) oder mit Fruchtbarkeitsproblemen gleichzusetzen.
Gelegentliche Erektionsprobleme können durch Stress, Müdigkeit, Alkohol oder situative Faktoren entstehen und sind meist unproblematisch.
Medizinisch spricht man erst von einer erektilen Dysfunktion, wenn über mindestens sechs Monate hinweg in etwa 70 % der Versuche keine ausreichend stabile Erektion für den Geschlechtsverkehr erreicht oder gehalten werden kann.
Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit jedoch deutlich an – insbesondere bei Männern über 50 Jahren. In dieser Altersgruppe liegt die Prävalenz je nach Studie deutlich höher.

Die Ursachen einer erektilen Dysfunktion können vielfältig sein und häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.
Körperliche Ursachen
Psychische Ursachen
Lebensstilfaktoren
Medikamente

PDE-5-Hemmer werden vor allem bei Erektionsstörungen eingesetzt, die mit Durchblutungsstörungen der Schwellkörper zusammenhängen.
Ob ein Medikament geeignet ist, hängt unter anderem ab von
Eine ärztliche Beratung ist daher immer erforderlich.
PDE-5-Hemmer sollten nicht angewendet werden bei:
Die Kombination mit bestimmten Herzmedikamenten kann zu gefährlich niedrigem Blutdruck führen.
PDE-5-Hemmer können entweder bei Bedarf vor der sexuellen Aktivität oder als tägliche Dauermedikation eingenommen werden.
Bei der Einnahme nach Bedarf erfolgt die Einnahme in der Regel etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr. Einige Darreichungsformen können schneller wirken.
Bei einer täglichen Einnahme – beispielsweise mit Tadalafil – ist kein fester Einnahmezeitpunkt in Bezug auf die sexuelle Aktivität erforderlich, da sich eine kontinuierliche Wirkstoffkonzentration im Körper aufbaut.
Die Wirkstoffe unterscheiden sich vor allem in Wirkeintritt und Wirkungsdauer:
Tadalafil kann in niedriger Dosierung auch täglich eingenommen werden. In diesem Fall setzt die Wirkung nicht unmittelbar ein, sondern baut sich über mehrere Tage auf und ermöglicht eine größere zeitliche Unabhängigkeit von der Einnahme.
Die genannten Angaben zum Wirkeintritt und zur Wirkungsdauer sind Durchschnittswerte. Individuelle Unterschiede in der Wirkung sind möglich und können beispielsweise von Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, Dosierung oder Begleitmedikation abhängen.
Studien zeigen, dass die verfügbaren Wirkstoffe eine vergleichbare Wirksamkeit bei der Behandlung von Erektionsstörungen haben.
Die Unterschiede betreffen vor allem
Welcher Wirkstoff am besten geeignet ist, sollte individuell ärztlich entschieden werden.
Auch bei psychisch bedingten Erektionsstörungen können PDE-5-Hemmer wirksam sein. In manchen Fällen helfen sie, Leistungsdruck oder Angst zu reduzieren und so die Erektionsfähigkeit indirekt zu verbessern.
Die Wirkung ist insgesamt individuell unterschiedlich und hängt von der zugrunde liegenden Ursache sowie weiteren Faktoren ab.
PDE-5-Hemmer werden in der Regel gut vertragen. Häufige Nebenwirkungen sind:
Die meisten Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend.
PDE-5-Hemmer werden in der Leber über bestimmte Enzyme abgebaut, insbesondere über das Enzym CYP3A4. Medikamente, die dieses Enzym beeinflussen, können daher die Wirkung von PDE-5-Hemmern verändern.
Zu solchen Medikamenten gehören unter anderem:
Diese Wirkstoffe können den Abbau von PDE-5-Hemmern verlangsamen. Dadurch kann die Wirkung stärker ausfallen und Nebenwirkungen können häufiger auftreten.
Wenn regelmäßig andere Medikamente eingenommen werden, sollte die Anwendung von PDE-5-Hemmern immer ärztlich abgeklärt werden.

Pflanzliche Mittel wie Maca, Ginseng, Ginkgo oder L-Arginin werden häufig als natürliche Potenzmittel beworben.
Für eine zuverlässige Wirkung bei Erektionsstörungen gibt es jedoch keine überzeugenden klinischen Nachweise. Sie können in manchen Fällen einen Placebo-Effekt auslösen, ersetzen aber keine medizinisch wirksame Therapie.
Auch pflanzliche Präparate können Neben- und Wechselwirkungen haben und sollten daher ärztlich abgeklärt werden.
Einige Lebensmittel werden mit einer guten Gefäßgesundheit in Verbindung gebracht, darunter zum Beispiel
Eine ausgewogene Ernährung kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit und die Durchblutung unterstützen und damit indirekt auch die Erektionsfähigkeit beeinflussen. Auch regelmäßige Bewegung und ausreichend Schlaf spielen dabei eine Rolle. Eine gesunde Lebensweise kann jedoch keine medizinische Behandlung bei erektiler Dysfunktion ersetzen.
PDE-5-Hemmer sind verschreibungspflichtige Medikamente und nur mit ärztlichem Rezept in Apotheken erhältlich.
Vor der Einnahme sollte ärztlich geklärt werden
PDE-5-Hemmer sind eine Wirkstoffgruppe zur Behandlung von Erektionsstörungen. Sie enthalten Wirkstoffe wie Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil oder Avanafil, die die Basis für Medikamente wie Viagra®, Spedra®, Cialis® oder Levitra® bilden.
PDE-5-Hemmer sind in der Regel gut verträglich. Gefährlich kann die Einnahme bei Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (v. a. Herz-Kreislauf-Medikamente), Vorerkrankungen oder individuellen Unverträglichkeiten sein. PDE-5-Hemmer sind daher rezeptpflichtig und sollten nie ohne vorherige ärztliche Beratung eingenommen werden.
Alle verfügbaren PDE-5-Hemmer wirken vergleichbar gut. Sie unterscheiden sich bei Wirkungseintritt, Wirkungsdauer oder möglichen Nebenwirkungen. Welches Medikament für Dich am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die Du mit Deiner Ärztin / Deinem Arzt besprechen solltest.
PDE-5-Hemmer unterstützen die Erektion, indem sie den Abbau des Botenstoffs cGMP (zyklisches Guanosinmonophosphat) hemmen.
cGMP sorgt dafür, dass sich die glatte Muskulatur der Blutgefäße im Penis entspannt und mehr Blut in die Schwellkörper einströmen kann. Das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5) baut cGMP normalerweise ab und beendet so die Gefäßerweiterung.
Durch die Hemmung von PDE-5 bleibt cGMP länger aktiv, wodurch eine stärkere und länger anhaltende Erektion möglich wird. Voraussetzung ist jedoch eine sexuelle Stimulation.
Für rezeptfreie Potenzmittel wie Nahrungsergänzungsmittel oder pflanzliche Medikamente (Phytopharmaka) gibt es keine haltbaren Nachweise, dass sie wirken. Sie können als Begleittherapie hilfreich sein, aber sie haben keine sichere Wirkung. Nachgewiesen wirksame Mittel wie PDE-5-Hemmer sind nur auf Rezept erhältlich.
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