31.5.2019
Erektile Dysfunktion
4 Minuten

Rauchen schadet Ihrer Potenz. Was steckt hinter dem Warnhinweis auf der Zigarettenpackung wirklich?

Viele leiden unter Problemen im Sexualleben. Ein häufiges Problem bei Männern sind zum Beispiel Erektionsstörungen. Neben körperlichen und psychischen Zuständen und Erkrankungen ist auch der Lebensstil eng mit dem Sexualleben verstrickt: und hier kommt das Rauchen ins Spiel. Doch wie macht sich das Rauchen im Sexualleben bemerkbar?

Achtung: Rauchen kann Erektionsstörungen hervorrufen!

Die im Tabak befindlichen Inhaltsstoffe wie Nikotin lösen Veränderungen der Arterienwände aus. Dadurch können sich Lipide und andere Substanzen leichter ablagern und es kommt zu einer Verengung der Blutgefäße. Auch die Penisgefäße können betroffen sein. Um eine Erektion zu bekommen, müssen die Arterien jedoch geweitet sein, damit genügend Blut in das Gewebe des Schwellkörpers fließt. Wird diese Blutzufuhr jedoch durch die Ablagerungen beeinträchtigt, ist die Entwicklung einer Erektion gestört.

Darüber hinaus verlieren durch den Tabakkonsum die Muskelfasern der Schwellkörper an Elastizität, was das Einströmen des Blutes in die Schwellkörper weiter erschwert. Durch die folgende Sauerstoffunterversorgung verliert die Muskulatur weiter an Elastizität und es kommt zu einer Negativspirale: dem Ausbleiben der Erektion.

Auch die Dichte und Anzahl von Spermien wird durch Inhaltsstoffe von Tabak beeinträchtigt.

 

Mal ein paar knallharte Fakten:

In einer Studie der University of Pretoria in Südafrika waren 90 % der Probanden, die an einer Erektilen Dysfunktion litten, starke Raucher. Diese Studie ermittelte Nikotin als eine zentrale Hauptursache für die Entstehung einer Erektionsstörung.

Eine weitere Studie aus China berechnete das Risiko für die Entstehung einer Erektionsstörung durch den Konsum von Nikotin. Die errechneten Werte konnten durch eine australische und eine amerikanische Studie im Wesentlichen bestätigt werden. Die Ergebnisse waren erschreckend:

·      1 bis 10 Zigaretten am Tag:Risiko 27 %

·      11 bis 20 Zigaretten am Tag:Risiko 45 %

·      20 oder mehr Zigaretten am Tag:Risiko 65 % 

Kommen Raucherinnen noch ganz glimpflich davon?

Nicht so ganz. Bei Frauen kann Rauchen eine gestörte Balance zwischen männlichen und weiblichen Hormonen bewirken: Die Folge kann eine männlich anmutende Körperform oder eine schmerzhafte oder unregelmäßige Regelblutung sein. Raucherinnen haben außerdem häufiger Probleme, schwanger zu werden und sie kommen früher in die Wechseljahre als Nichtraucherinnen. Die durch das Rauchen entstehenden Durchblutungsstörungen schaffen zusätzlich noch Probleme Orgasmen zu erleben.

Weitere Probleme im Liebesleben

Erektionsprobleme hin oder her– wir müssen erstmal einen Partner oder eine Partnerin finden. Und seien wir mal ehrlich: Die Folgen des Rauchens machen einen nicht gerade zum Frauen- oder Männermagnet. Denn diese können fahle und faltige Haut, schlechte Zähne und Mundgeruch sein. Ups! 

Ist es dann doch mal soweit und das mit der Erektion hat geklappt, kommt schon das nächste Problem auf die Raucher zu: Die Kondition! Diese wird nämlich durch das Rauchen stark beeinträchtigt und schafft somit ein weiteres Problem für ein erfülltes Sexualleben…

Doch jetzt lasst bloß nicht den Kopf hängen, denn es gibt noch Hoffnung!

Die negativen Folgen des Tabakkonsums sind nach dem Rauchstopp teilweise reversibel! Zum Beispiel haben Urologen in einer Studie gezeigt, dass - abhängig von Alter und Schweregrad - eine Erektile Dysfunktion durch einen Rauchstopp verbessert werden kann.

Also wenn das kein Grund ist sofort mit dem Rauchen aufzuhören!

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.