Wissenswertes rund um das „Männlichkeitshormon“
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen) und beeinflusst die männliche Sexualität und Gesundheit in vielfältiger Weise. Ein Mangel an Testosteron kann u. a. zu Erektionsstörungen, Muskelabbau oder Depressionen führen. Dass Testosteron aggressiv macht, ist dagegen ein hartnäckiger Mythos, der sich wissenschaftlich bisher nicht bestätigen lässt. Der Rückgang von Testosteron im Alter ist normal und nur in seltenen Fällen behandlungsbedürftig.

Testosteron ist ein Sexualhormon (Steroidhormon). Als sogenanntes Androgen (aus dem Griechischen „Andro“ = Mann, „gen“ = werden) ist es maßgeblich für die typisch männlichen Körpermerkmale verantwortlich. Auch Frauen bilden Testosteron, aber in geringerer Konzentration.
Produziert wird das Hormon bei Männern hauptsächlich in den Hoden, in den sogenannten Leydig-Zellen, und zu einem geringen Teil in den Nebennieren. Es wird über eine Kette von Prozessen entlang der sogenannten Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse gebildet. Dabei regen Botenstoffe in einem bestimmten Bereich im Gehirn (Hypothalamus) und der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Produktion von Testosteron in den Hoden (Gonaden) an. Durch einen Rückkopplungsprozess erhält das Gehirn Signale, wenn ausreichend Testosteron vorhanden ist. So wird eine Überproduktion verhindert.
Testosteron kommt in 2 Formen vor: als freies und als gebundenes Testosteron. Freies Testosteron ist biologisch aktiv und steht dem Körper sofort zur Verfügung. Gebundenes Testosteron ist an Proteine (SHBG / Sexualhormon-bindendes Globulin, Albumin) gekoppelt und fungiert als „Depot“, aus dem bei Bedarf zusätzliches Testosteron freigesetzt werden kann. Der Anteil an freiem Testosteron beträgt nur 1–2 Prozent. Der überwiegende Anteil an Testosteron ist gebunden. Da Testosteron leicht die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen kann, kommt es auch im Gehirn vor und beeinflusst dort unter anderem Libido und Stimmung.
Testosteron wirkt im männlichen Körper auf verschiedenen Ebenen. Am offensichtlichsten ist die organische Wirkung. Sexualorgane, Körperbehaarung und Muskelaufbau gehen auf den Einfluss des Testosterons zurück. Daneben wirkt sich Testosteron auch funktionell auf den Fettstoffwechsel, die Knochendichte oder die Bildung roter Blutkörperchen aus. Auf psychischer Ebene kann das Hormon das Energieniveau, die Libido (sexuelles Verlangen, Geschlechtstrieb), Stimmung oder Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.
In der Pubertät sorgt Testosteron dafür, dass ein Junge geschlechtsreif wird, indem es die Spermienproduktion aktiviert und die Libido und Erektionsfähigkeit intensiviert. Gleichzeitig bewirkt es, dass die typisch männlichen Merkmale, wie tiefere Stimme (Stimmbruch), vermehrte Gesichts- und Körperbehaarung, Bartwuchs, Muskelmasse und eine männlich geprägte Körperform ausgebildet werden.
Testosteron spielt eine Schlüsselrolle für die Sexualität – sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Die Zusammenhänge sind komplex und individuell unterschiedlich, aber im Allgemeinen ist Testosteron ein wesentlicher Faktor für den Geschlechtstrieb und die sexuelle Leistungsfähigkeit, also die Fähigkeit, eine Erektion und einen Orgasmus zu bekommen. Gleichzeitig spielt Testosteron eine wichtige Rolle für das emotionale Gleichgewicht, das eine wichtige Basis für die sexuelle Aktivität ist. Da Testosteron auch die Spermienproduktion beeinflusst, ist das Hormon auch entscheidend für die Zeugungsfähigkeit und Fruchtbarkeit.
Ungleichgewichte im Testosteronhaushalt können sich also in vielfacher Weise auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken. Ein körpereigener Testosteronüberschuss ist sehr selten und zeigt sich durch Akne, vermehrte Körperbehaarung bei gleichzeitigem Haarausfall am Kopf oder kann in ernsten Fällen zu Hodenschrumpfung und Unfruchtbarkeit führen.
Häufiger – aber auch nicht so häufig wie oft gedacht – ist ein Testosteronmangel (Hypogonadismus). Die Symptome können sich auf sexueller, körperlicher und psychischer Ebene zeigen. Typische Symptome sind:
Um einen Testosteronmangel oder -überschuss festzustellen, genügt ein Bluttest. Dieser muss jedoch immer morgens und mehrfach durchgeführt werden, da der Testosteronspiegel im Tagesverlauf schwankt. Der Normwert bei gesunden, normalgewichtigen Männern im Alter von 19 bis 39 Jahren liegt zwischen 2,64 und 9,16 Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml).1 Die große Schwankung der Werte erklärt sich aus den verschiedenen Messmethoden. Die European Association of Urology empfiehlt in ihren Leitlinien2 einen Wert von 3,5 ng/ml (Gesamttestosteron) als untere Normgrenze. Werden – je nach Test – Werte unterhalb dieser Bezugsgrößen gemessen und treten belastende Symptome auf, kann es sich um einen behandlungsbedürftigen Testosteronmangel handeln.
Ein Testosteronmangel ist eher selten organisch bedingt. Organische Ursachen gehen auf Funktionsstörungen in den Hoden, oder im Gehirn ( Hirnanhangdrüse, Hypothalamus) zurück. Am häufigsten hat der Hypogonadismus funktionelle Ursachen und ist eine Begleiterscheinung von Erkrankungen wie Diabetes, Übergewicht, Niereninsuffizienz oder Essstörungen. In der Praxis machen laut der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft3 organisch bedingte Formen nur rund 5 Prozent der Fälle aus. Wer sich wenig bewegt, sich ungesund ernährt und übermäßig Genussgifte wie Alkohol oder Nikotin konsumiert, erhöht also sein Risiko für einen Testosteronrückgang.
Weiterhin kann ein Testosteronmangel als Folge oder Nebenwirkung bestimmter medizinischer Eingriffe und Behandlungen (v. a. bei Krebstherapien) entstehen.
Der natürliche Rückgang von Testosteron ab etwa dem 30.–40. Lebensjahr, auch Altershypogonadismus genannt, ist ganz natürlich und wird nicht als behandlungsbedürftiger Testosteronmangel betrachtet! Auch der Begriff „Andropause“ in diesem Zusammenhang ist irreführend, da der Rückgang des Testosteronspiegels nicht abrupt passiert, sondern sehr langsam mit ca. 1 Prozent pro Jahr.4
Ein kleiner Bauchansatz, dünneres Haar, weniger sexuelles Verlangen – Anzeichen eines natürlichen Rückgangs der Testosteronproduktion sind nicht automatisch ein Fall für die Arztpraxis. Anders verhält es sich bei einem ernsthaften Testosteronmangel. Wenn sich Krankheitssymptome wie Erektionsstörungen, Depression, Muskelabbau oder starke Gewichtszunahme zeigen, ist eine ärztliche Untersuchung angeraten, um die genauen Ursachen festzustellen und entsprechend zu behandeln.
Wichtig bei Erektionsstörungen: Eher selten gehen Erektionsstörungen auf einen echten Testosteronmangel zurück. Meist sind Durchblutungsstörungen die Ursache. Eine Testosteronersatztherapie hilft also nicht, wenn die Ursachen woanders liegen.
Nur ein echter, medizinisch diagnostizierter Testosteronmangel wird mit einer Testosteronersatztherapie behandelt. Die Therapie ist verschreibungspflichtig und wird je nach Schwere des Mangels und den individuellen Voraussetzungen mit verschiedenen Präparaten (Spritzen, Gels oder Pflaster) durchgeführt.
Jeder Mann kann aber mit einfachen Mitteln und natürlichen Methoden helfen, den Testosteronspiegel in Balance zu halten. Dazu gehören:
Da die typischen Symptome eines Testosteronmangels eher diffus sind und auch andere Ursachen infrage kommen, ist es sehr wichtig, einen Testosteronmangel medizinisch sicher zu diagnostizieren und andere Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunter- oder ‑überfunktion oder stressbedingte Auslöser auszuschließen. Wer Testosteron-Präparate anwendet, ohne einen echten Testosteronmangel zu haben, riskiert seine Gesundheit.
Um das Testosteron ranken sich viele populäre Mythen, die sich wissenschaftlich nicht mehr oder nicht so absolut halten lassen. Schauen wir uns 3 der hartnäckigsten etwas näher an:
Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen). Es wird überwiegend in den Hoden gebildet. Es ist entscheidend für die Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale, den Muskel- und Knochenaufbau, den Fettstoffwechsel sowie die Bildung roter Blutkörperchen. Zudem reguliert es Libido, Spermienproduktion und beeinflusst die Stimmung und das Energieniveau.
Typische Symptome sind vermindertes sexuelles Verlangen (Libidoverlust), Potenzstörungen, Müdigkeit, Antriebsschwäche, Muskelschwund und Zunahme von Körperfett. Auch Osteoporose, depressive Stimmung und Konzentrationsstörungen sind möglich. Ob hinter den Symptomen tatsächlich ein Testosteronmangel steckt, lässt sich nur durch eine medizinische Blutuntersuchung feststellen.
Regelmäßiges Krafttraining, ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung mit Gewichtsreduktion bei Übergewicht können den Spiegel steigern. Stressvermeidung, moderater Alkoholkonsum und Rauchverzicht wirken ebenfalls positiv. Nahrungsergänzungsmittel oder medizinische Testosteronersatztherapien helfen nur bei tatsächlichem Mangel.
Der Normwert bei gesunden, normalgewichtigen Männern im Alter von 19 bis 39 Jahren liegt zwischen 2,64 und 9,16 Nanogramm pro Milliliter Blut (ng/ml).1 Die große Schwankung der Werte erklärt sich aus den verschiedenen Messmethoden. Die European Association of Urology2 empfiehlt in ihren Leitlinien einen Wert von 3,5 ng/ml als untere Normgrenze. Werden – je nach Test – Werte unterhalb dieser Bezugsgrößen gemessen, kann es sich um einen behandlungsbedürftigen Testosteronmangel handeln.
Eine Therapie ist nur bei eindeutigem Mangel mit deutlichen Symptomen angezeigt. Sie sollte nur auf Rezept und unter ärztlicher Kontrolle durchgeführt werden. Mögliche Risiken, v. a. bei falscher oder nicht geeigneter Anwendung, sind Prostatavergrößerung, Akne, Verschlechterung einer vorliegenden Schlafapnoe und eingeschränkte Fruchtbarkeit.
Ja, Sildenafil Spray kaufen ist legal online möglich – allerdings nur mit einem gültigen Rezept. Der Verkauf ohne ärztliche Verordnung ist in Deutschland nicht zulässig.
Nein, Viagra® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Da es sich um ein rezeptpflichtiges Potenzmittel handelt, ist der Erwerb nur mit einem gültigen ärztlichen Rezept möglich. Dies dient Ihrer Sicherheit, da eine medizinische Beratung wichtig ist, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen auszuschließen.
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