Sildenafil und seine Rolle bei der Behandlung von Prostatakrebs-assoziierten Erektionsstörungen | GoSpring

Erektionsstörungen nach Prostatakrebs

Kann Sildenafil helfen?

Sildenafil nimmt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Erektionsstörungen ein - dies gilt auch dann, wenn sie durch Prostatakrebs verursacht wurden. In unserem Ratgeber erfährst Du, wie Sildenafil Erleichterung für betroffene Männer bringen kann. Zudem gewinnst Du Einblicke in die Anwendung, Wirkweise und Erfolgschancen dieses Therapieansatzes.

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Das Wichtigste in Kürze

    Bei Betroffenen von Prostatakrebs kommen Erektionsstörungen relativ häufig vor.

    Erektionsstörungen können die Lebensqualität betroffener Männer erheblich beeinflussen und sind deshalb eine ernstzunehmende Erkrankung.

    Sildenafil ist ein wirksames Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen bei Männern, die an Prostatakrebs leiden.

    Die Behandlung von Erektionsstörungen nach einer Prostatakrebs-Erkrankung sollte immer in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin stattfinden.

    Was ist Sildenafil und wofür wird es eingesetzt?

    Der Wirkstoff Sildenafil gehört zur Gruppe der sogenannten Phosphodiesterase-5-Hemmer, kurz PDE-5-Hemmer genannt. Sildenafil steht seit seiner Markteinführung in 1998 für eine Revolution in der Behandlung von Erektionsstörungen, ist bei dieser Erkrankung äußerst wirksam und hat bereits vielen Männern eine Besserung ermöglicht.

    Sildenafil wirkt, indem es sogenannte PDE-5-Enzyme hemmt. Diese fördern normalerweise den Abbau eines Botenstoffes, der cGMP genannt wird. Durch die hemmende Wirkung nach der Einnahme verbleibt mehr cGMP im Blut, was die Gefäße im Penis entspannt. Dies ermöglicht dann einen stärkeren Blutfluss in die Schwellkörper und erleichtert somit das Zustandekommen einer Erektion. Für diese Wirkung ist es jedoch eine Voraussetzung, dass der Mann sexuell erregt ist: Sildenafil allein führt nicht zu einer Erektion.

    Wie hängen Erektionsstörungen mit Prostatakrebs zusammen?

    Prostatakrebs ist eine vergleichsweise häufig vorkommende Krebserkrankung: Jährlich erkranken in Deutschland etwa 58.000 Personen neu. Dies macht sie zur am häufigsten vorkommenden Krebserkrankung bei Männern. Betroffene sind im Durchschnitt 69 Jahre alt. Zudem nimmt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken mit dem Alter zu.

    Prostatakrebs ist heute vergleichsweise gut behandelbar, zum Beispiel mit der sogenannten radikalen Prostatovesikulektomie, bei der Prostata, Samenblasen und Beckenlymphknoten entfernt werden. Eingriffe dieser Art können jedoch zur Folge haben, dass bestimmte Körperfunktionen beeinträchtigt werden. Neben Inkontinenz sind hier vor allem Erektionsstörungen eine weit verbreitete Folge.

    Warum treten Erektionsstörungen häufig nach einer Prostata-Operation auf?

    Von einer chronischen erektilen Dysfunktion spricht man laut der WHO, wenn mindestens 70% der Versuche, Geschlechtsverkehr zu haben, in den letzten sechs Monaten gescheitert sind. Dies ist bei Männern, die sich einer Prostata-Operation unterzogen haben, vergleichsweise häufig der Fall. Die Gründe hierfür sind noch nicht vollständig geklärt. Jedoch werden bei entsprechenden Eingriffen häufig Nerven verletzt, die entscheidend für die Erektionsfähigkeit sind.

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    Wie hängen Erektionsstörungen mit Prostatakrebs zusammen?

    Die Art und Weise, wie sich eine Prostata-Operation auf die Erektionsfähigkeit auswirkt, wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Wichtig sind so etwa die folgenden Aspekte:

    • Die Art der Operation: Verschiedene Eingriffe sind mit unterschiedlich hohen Risiken verbunden, dass das umliegende Nervengewebe geschädigt wird. . Operationen, die mehr Gewebe entfernen, wie etwa die radikale Prostatovesikulektomie, führen deshalb häufiger zu Erektionsstörungen als weniger invasive Eingriffe.
    • Das Alter des Patienten: Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich die Regenerationsfähigkeit des Körpers nach Operationen. Zudem steigt auch das allgemeine Risiko, an Erektiler Dysfunktion zu leiden. Dementsprechend ist es wahrscheinlicher, dass ältere Personen nach einer Prostata-Operation an Erektionsstörungen leiden, als es bei jüngeren der Fall ist.

    Die Wahrscheinlichkeit, nach einer Prostata-Operation an erektiler Dysfunktion zu erkranken, hängt demzufolge auch von individuellen Voraussetzungen ab. Dein Arzt oder Deine Ärztin kann Dich über Dein individuelles Risiko aufklären.

    Nach einer Prostata-Operation wird Patienten häufig zunächst von sexueller Aktivität abgeraten. Dies kann dazu führen, dass sich die glatte Muskulatur in den Schwellkörpern des Penis über die Zeit hinweg nicht mehr ausreichend entspannt. Die Folge: Es fließt zu wenig Blut ein und eine Erektion kann nicht mehr ermöglicht werden.

    Auch weitere Behandlungen, die oft bei Prostatakrebs ihre Anwendung finden, können Nerven und Blutgefäße schädigen, die für eine gesunde Erektionsfähigkeit entscheidend sind. Ein Beispiel hierfür ist die Bestrahlung, bei der hochenergetische Strahlen gegen Krebszellen eingesetzt werden.

    Prostatakrebs, Erektionsstörungen und die psychische Gesundheit

    Eine Krebserkrankung löst in der Regel starke Emotionen bei Betroffenen aus und kann zu Stress, Sorgen und sogar Depressionen führen. Diese Belastung für die psychische Gesundheit kann wiederum die sexuelle Funktion beeinträchtigen: Wer derart von starken Emotionen abgelenkt ist, wird ggf. Schwierigkeiten haben, sexuelle Lust zu empfinden. Die körperliche Erregung wird in Stresssituationen häufig durch das Zusammenspiel des parasympathischen und sympathischen Nervensystems unterdrückt. Dies wiederum kann Erektionsstörungen bedingen, wenn die Situation länger anhält.

    Sildenafil für Erektionsstörungen, die mit Prostatakrebs zusammenhängen

    Sildenafil hat sich als vielversprechende Option zur Behandlung von Erektionsstörungen bei Prostatakrebspatienten erwiesen. Die Behandlung kann die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessern und zudem das Selbstwertgefühl stärken.

    Besonders effektiv scheint Sildenafil bei dieser Zielgruppe zu sein, wenn es bereits kurze Zeit nach einer Prostata-Operation eingenommen wird: Laut einer koreanischen Studie mit 120 Teilnehmern idealerweise bereits wenige Tage nach dem Eingriff (3). Ein geeigneter Zeitpunkt scheint zum Beispiel die Entfernung des Blasenkatheters zu sein. In der genannten Studie konnten ca. 40% der Männer, die Sildenafil täglich in einer Dosierung von 100mg einnahmen, eine ähnliche Erektionsfähigkeit wie vor der Operation erreichen. Wird erst später mit der Einnahme von Sildenafil angefangen, lag dieser Prozentsatz lediglich bei 17%. Die Autor:innen der Studie vermuten, dass Sildenafil für eine bessere Sauerstoffversorgung des Penis sorgt und so verhindert, dass das Gewebe nach einer Prostata-Operation geschädigt wird.

    Zusammenfassung

    Sildenafil ist bereits seit seiner Markteinführung in 1998 ein bewährtes Medikament zur Behandlung von Erektionsstörungen. Es verbessert die Durchblutung des Penis und erleichtert es, eine Erektion zu erreichen. Dieser Effekt besteht auch bei Männern, die von Prostatakrebs betroffen sind. Hier scheint es besonders effektiv zu sein, wenn es bereits kurze Zeit nach einer Prostata-Operation eingenommen wird.

    Eine entsprechende Behandlung sollte immer in enger Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin durchgeführt werden. Dies ist auch deshalb wichtig, weil Krebspatienten zum Teil starke Medikamente einnehmen, welche auf die Behandlung mit Sildenafil abgestimmt sein müssen.

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