Möglichkeiten und Risiken operativer und nicht-operativer Methoden zur Penisvergrößerung
Eine Penisvergrößerung ist nur in seltenen Fällen medizinisch notwendig. Meist stecken hinter einem starken Wunsch nach einem größeren Penis psychische Faktoren wie die Penile Körperdysmorphe Störung. Operationen, Injektionen oder Implantate zur Penisverlängerung oder -verdickung bergen neben den typischen Behandlungsrisiken auch immer die Gefahr, dass das Ergebnis nicht zufriedenstellend ist. Eine Penisvergrößerung sollte daher nie ohne medizinische Notwendigkeit gemacht werden. Psychologische Beratung, Sport und ein gesunder Lebensstil können helfen, ein positives Körperbild und eine gesunde Wahrnehmung der eigenen Penisgröße zu entwickeln.

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Männer, die ihren Penis zu klein finden, haben „Normalmaß“. Sozialer Druck, Unsicherheit und falsche Vorstellungen darüber, was „normal“ ist, können schnell dazu führen, dass man ein Problem sieht, wo eigentlich keines ist. In Umfragen vom Statistikanbieter Statista beträgt die weltweit durchschnittliche Penislänge 12,8 Zentimeter im gestreckten, 14,5 Zentimeter im erigierten und 8,7 Zentimeter im schlaffen Zustand (Zahlen von 2021). Dabei variieren die Angaben im Ländervergleich. Befragte in Frankreich gaben für ihren schlaffen Penis durchschnittlich eine Länge von 10,7 Zentimetern an, während Befragte in der Türkei durchschnittlich auf 6,8 Zentimeter kamen.
Da die Berechnungen auf eigenen Angaben der Befragten beruhen, können diese Werte auch noch etwas „geschönt“ sein, wie eine Studie der University of Clemson nahelegt. Die Wissenschaftler:innen verglichen die Durchschnittswerte von Eigenangaben mit Werten, die von Mediziner:innen gemessen wurden. Ergebnis: Vermutlich aufgrund von sozialer Erwünschtheit, gaben viele Umfrageteilnehmer Penislängen an, die deutlich über dem Durchschnitt lagen, der von Mediziner:innen gemessen wurde.
Aber warum haben Männer das Bedürfnis, ihre Penisgröße zu übertreiben? Verschiedene Studien legen nahe, dass viele Männer die Penisgröße mit Maskulinität und sexueller Leistungsfähigkeit assoziieren., Sie versprechen sich von einem größeren Penis eine höhere sexuelle Attraktivität, stärkere Erektionen mit längerem und besserem Sex. Selbst Männer mit einem normal großen Penis wünschen sich ein größeres „Gemächt“. Oder wie einer der ersten Sexualforscher, Bernie Zilbergeld, bereits 1978 bemerkte: „Für Männer scheint es nur drei Penisgrößen zu geben: riesig, gigantisch und so groß, dass man damit kaum durch die Tür kommt.“
Kurz gesagt: Ein Penis, der nicht ärztlich als verkürzt diagnostiziert ist, (z. B. Mikropenis, vergrabener Penis, Peyronie-Krankheit), ist normal und bedarf keiner Behandlung. Meistens verbergen sich hinter dem Wunsch nach einer Penisvergrößerung psychologische Faktoren wie Unsicherheit oder falsche Vorstellungen von Männlichkeit und sexueller Leistungsfähigkeit.
Es gibt einige wenige medizinische Diagnosen, die eine medizinische Behandlung erforderlich machen können.
Um einen Penis zu verlängern oder zu verdicken, gibt es verschiedene Methoden, die sich im Wesentlichen in körperliche Eingriffe (invasiv), äußerliche Anwendungen (nicht-invasiv) und natürliche Methoden unterscheiden lassen. Welche Methode am besten für die individuelle Situation geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eine ärztliche Beratung kann hilfreich sein, um die beste Lösung für das Problem – das vielleicht gar keins ist – zu finden.
Den stärksten Eingriff in den Körper stellen invasive Methoden wie chirurgische Eingriffe, Hormontherapien oder Injektionen und Implantate dar. Sie sind mit größeren Risiken behaftet als alle anderen Methoden, und ihren Einsatz sollte man nur bei sehr hohem Leidensdruck oder auf ausdrücklichen ärztlichen Rat in Betracht ziehen.
Dies ist die gängigste Methode zur Penisverlängerung. Hierbei wird das Halteband, das den Penis am Schambein befestigt, durchtrennt. Dadurch wird ein im Körper liegender Teil des Penis sichtbar und lässt ihn länger erscheinen. Verankerungsnähte verhindern, dass das Gewebe zurückrutscht.
Zusätzlich zur Durchtrennung des Haltebandes kann durch Absaugen von Fett im Schambereich der Penis optisch verlängert werden, wenn dort befindliches Fett den Penis verdeckt.
Oft wird zusätzlich zur Durchtrennung des Haltebandes Eigenfett in den Penis gespritzt. Das Eigenfett wird aus Bauch oder Oberschenkel entnommen und kann, je nachdem, wo es gespritzt wird, den Penis verdicken, aber auch verlängern. Da Eigenfett körpereigenes Gewebe ist, ist es für viele Mediziner:innen der bevorzugte Standard.
Alternativ kann Hyaluronsäure gespritzt werden. Die Behandlung gehört jedoch nicht zur Standardtherapie. Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Protein, welches u. a. für die Bindung von Wasser im Gewebe zuständig ist. Hyaluronsäure-Injektionen können zur Volumenerhöhung der Eichel und des Penis eingesetzt werden.
Penisimplantate aus Silikon werden primär zur Behandlung von erektiler Dysfunktion oder bei Peyronie-Krankheit eingesetzt, können aber auch zur Penisvergrößerung in Länge und Umfang verwendet werden. Dabei wird ein Implantat, meist aus Silikon, (z. B. Peniflex, Penuma), in den Penis, meist über die Schwellkörper, eingesetzt. Alternativ kann Silikon (überwiegend Silikongel) direkt unter die Haut gespritzt werden.
Vor allem Behandlungen mit Testosteron scheinen bei der Diagnose Mikropenis wirksam zu sein. Eine Metaanalyse (systematische Auswertung von 8 Studien) indonesischer Forscher:innen kam zu dem Ergebnis, dass insbesondere bei äußerlich angewendetem (topischem) Testosteron die Länge des gestreckten Penis innerhalb von drei Monaten um das Zwei- bis Dreifache zunahm. Oftmals wird auch eine duale Hormontherapie, z. B. mit Testosteron und humanem Wachstumshormon (HGH), durchgeführt.
Nicht-invasive Anwendungen wie Extender oder Vakuumpumpen sind eine Behandlungsmöglichkeit, die ein deutlich geringeres Risiko mit sich bringt, als invasive Verfahren.
Ein Extender ist ein mechanisches Gerät, das einen kontinuierlichen, sanften Zug am Penis ausübt. Diese Zugkraft führt dazu, dass sich das Gewebe im Penisschaft dehnt und mikroskopisch kleine Risse entstehen. Der Körper reagiert darauf mit Reparaturprozessen, bei denen neue Zellen gebildet werden (Zellteilung bzw. Zytokinese). Dadurch kann der Penis langsam in Länge und oft auch im Umfang wachsen. Der Extender muss über einen längeren Zeitraum (typischerweise mehrere Stunden täglich über mehrere Monate) getragen werden.
Vakuumpumpen schließen den Penis in einen Zylinder ein, aus dem durch Pumpen die Luft entfernt wird, sodass ein Unterdruck (Vakuum) entsteht. Dieser Unterdruck sorgt dafür, dass Blut verstärkt in die Schwellkörper des Penis einströmt, wodurch sie anschwellen und sich dehnen. Durch wiederholtes und regelmäßiges Anwenden dehnt sich das Gewebe der Schwellkörper aufgrund der vermehrten Blutfüllung und der dabei entstehenden Lymphansammlungen allmählich. Dadurch können sich die Länge und der Umfang des Penis leicht vergrößern.
Die Unzufriedenheit vieler Männer mit ihrem Penis ist schwierig für die Betroffenen, aber gleichzeitig eine lukrative Einnahmequelle für Anbieter verschiedenster „Heilmittel“, deren Wirkung mehr als fraglich ist.
Diese enthalten meist Vitamine, Mineralien, Kräuter oder Hormone, die laut Hersteller den Penis vergrößern sollen.
Es gibt keine wirklich validen Daten über die Ergebnisse von Operationen, Injektionen und nicht-operativen Methoden. Der Grad der erzielten Vergrößerung kann stark variieren und ist oft nur gering.
Vereinzelt deuten Studien darauf hin, dass Extender bei geringem Risiko einen gewissen Effekt erzielen können. Dagegen erzielte eine strukturierte psychologische Beratung oftmals die besten Effekte und konnte helfen, die Zufriedenheit mit der eigenen Penisgröße zu erhöhen, wie eine Metaanalyse aus dem Jahr 2020 nahelegt.
Auch Sport und ein gesunder Lebensstil können die eigene Körperwahrnehmung positiv beeinflussen.
Die in der Tabelle angegebenen Werte zu Ergebnissen sind nur vage Indikationen, da es keine aussagekräftigen Studien dazu gibt.
Erektionsstörungen entstehen in der Regel durch Gefäßerkrankungen, neurologische oder hormonelle Störungen. Eine Verlängerung oder Verdickung des Penis verändert nichts an der organischen Erektionsfähigkeit. Im schlimmsten Fall kann eine Penisoperation Erektionsstörungen als Folgekomplikation nach sich ziehen. Unsicherheit und Ablehnung des eigenen Penis können allerdings zu Problemen beim Sex und zu psychisch bedingten Erektionsstörungen führen.
Bei Erektionsstörungen ist es wichtig, die genauen Ursachen zu kennen und sie gezielt zu behandeln. Bei psychisch bedingten Erektionsstörungen ist eine psychologische Unterstützung, eventuell kombiniert mit anderen für den Patienten geeigneten Therapien (z. B. PDE-5-Hemmer, Hormone), die beste Option.
Auch simple Maßnahmen wie Beckenbodentraining scheinen einen positiven Einfluss auf die Erektionsfähigkeit zu haben. Bei Probanden einer britischen Studie besserte sich nach 3 Monaten regelmäßigem Beckenbodentraining die erektile Dysfunktion deutlich im Vergleich zur Kontrollgruppe, die keine Beckenbodenübungen machte.
Die Kosten können je nach Methode stark variieren. Ein mechanisches Streckgerät (Extender) z. B. ist bereits ab ca. 50 Euro erhältlich, während eine operative Penisverlängerung (Ligamentolyse) bis zu 8.000 Euro kosten kann. Für Fettabsaugungen und Injektionen mit Fett oder Hyaluron muss man mit bis zu 6.000 Euro rechnen. Jedoch sollte man von Injektionen oder operativer Penisverlängerung oder -verdickung grundsätzlich absehen, wenn sie nicht medizinisch notwendig sind. In diesem Fall tragen meist die Krankenkassen die Kosten.
Die gängigste chirurgische Methode ist die Durchtrennung des Haltebandes
(Ligamentolysis). Das Halteband, das den Penis mit dem Schambein verbindet, wird
durchtrennt. Dadurch hängt der Penis tiefer und erscheint länger, ohne dass die erigierte Länge tatsächlich zunimmt. Häufig in Kombination mit Fettinjektionen zur Verdickung. Risiken: Instabilität des erigierten Penis, Verletzungsgefahr, Rückbildung
durch Vernarbung des Haltebands.
Es gibt keine wirklich aussagekräftigen Wirkungsnachweise der verschiedenen Methoden. Es gibt Hinweise darauf, dass Penis-Extender (mechanische Streckgeräte) bei regelmäßiger Anwendung eine gewisse Wirkung bei geringem Risiko erzielen können. Hyaluronsäure-Injektionen können das Volumen von Eichel und Penis erhöhen. Silikonimplantate sind wirksam, aber mit einem hohen Komplikationsrisiko verbunden.
Ja. Die häufigsten Nebenwirkungen (je nach Methode) sind Penisverformungen, Nervenschädigungen (Gefühlsverlust), Narbenbildung, Nekrosen (absterbendes Gewebe v. a. bei Hyaluroninjektionen), Infektionen, Wundheilungsstörungen, Erektionsprobleme. Allgemein besteht das Risiko für eine psychische Belastung, wenn das Ergebnis nicht den Erwartungen entspricht.
Ja, aber mit Einschränkungen. Penis-Extender scheinen eine gewisse Wirkung zu erzielen. Vakuumpumpen erzielen eher kurzfristige Effekte, während Cremes oder Pillen keine belegte Wirkung haben und potenziell gefährlich sind.
Nein, rein kosmetische Penisverlängerungen oder Penisverdickungen übernimmt die Kasse nicht. Sie zahlt in der Regel nur in medizinisch notwendigen Fällen wie Mikropenis, vergrabenem Penis oder Peyronie-Krankheit (Bindegewebserkrankung des Penis).
Nein, Viagra® kaufen ohne Rezept ist nicht erlaubt. Da es sich um ein rezeptpflichtiges Potenzmittel handelt, ist der Erwerb nur mit einem gültigen ärztlichen Rezept möglich. Dies dient Ihrer Sicherheit, da eine medizinische Beratung wichtig ist, um mögliche Risiken und Wechselwirkungen auszuschließen.
Ja, Sildenafil kaufen ist online möglich. Allerdings handelt es sich um ein verschreibungspflichtiges Medikament. Das bedeutet, dass Du ein gültiges ärztliches Rezept benötigst, um Sildenafil legal zu erwerben. Ohne Rezept ist der Verkauf nicht erlaubt.
Die auf unserer Website veröffentlichten Artikel dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. Obwohl wir uns bemühen, genaue und aktuelle Informationen bereitzustellen, können wir nicht garantieren, dass alle Inhalte fehlerfrei oder vollständig sind. Wir empfehlen Dir dringend, bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken immer einen Arzt / eine Ärztin oder eine andere qualifizierte medizinische Fachperson zu konsultieren. Die Verwendung von Informationen aus unseren Artikeln erfolgt auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder Verluste, die sich aus der Verwendung der bereitgestellten Informationen ergeben. Unsere Artikel stellen keine medizinische Diagnose dar und dürfen nicht als Ersatz für eine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung angesehen werden. Jeder individuelle Gesundheitszustand erfordert eine persönliche ärztliche Beurteilung und Beratung.