Wie man mit den Herausforderungen der Lebensmitte umgehen kann

Trennung, junge Freundin, neuer Sportwagen, jugendliche Kleidung, extreme Hobbys – beobachtet man das bei einem Mitte-Fünfzig-Jährigen, ist die Laien-Diagnose oft schnell klar: Midlife-Crisis. Schließlich kennt man das Phänomen aus Film und Fernsehen, wo es häufig etwas belächelt wird.
Midlife-Crisis bedeutet wörtlich übersetzt die Krise in der Lebensmitte. Ob es sich hier um eine wirkliche Krise handelt, ist jedoch fraglich. Es gibt verschiedene wissenschaftliche Definitionen für das Phänomen:
Für die normative und die moderate Definition fehlen aber klare wissenschaftliche Nachweise. Vor allem spricht dagegen: Die Midlife-Crisis betrifft nicht automatisch jeden Mann. Viele Männer erleben die Lebensmitte als stabile, erfüllte und sogar bevorzugte Lebensphase, wie die Ergebnisse einer umfassenden Befragung der amerikanischen Bevölkerung zu diesem Thema durch das Research Network on Successful Midlife Development (MIDMAC), zeigen.
Am besten beschreibt man die Midlife-Crisis also als eine Zeit, die typischerweise im Zeitfenster zwischen 30 und 60 Jahren auftritt und in der Männer anfälliger für Krisen sind. Belastungen können, müssen aber nicht zwangsläufig in verschiedenen Bereichen wie Gesundheit, Partnerschaft, Karriere, Auseinandersetzung mit der Endlichkeit des Lebens und allgemeiner Lebenszufriedenheit auftreten.
Medizinisch gesehen ist Midlife-Crisis daher auch keine Krankheit, sondern mehr ein gesellschaftliches, psychologisches Phänomen. Denn der Maßstab für die eigene Reflexion sind unter anderem soziale Erwartungen. Gesellschaftliche Normen wie das sprichwörtliche Lebensziel „Haus bauen, Kind zeugen, Baum pflanzen“ setzen unbewusst die Erwartung, dass man mit ca. 40 Jahren bestimmte Ziele erreicht haben sollte. Ist das nicht der Fall, kann das zu Druck und Unzufriedenheit führen.
Allerdings können unter bestimmten Voraussetzungen aus möglichen Belastungen auch behandlungsbedürftige Erkrankungen wie Depressionen, Burnout oder sexuelle Störungen wie Erektionsprobleme oder Libidoverlust entstehen.
Die Lebensmitte ist für viele eine Zeit der Reflexion und Bestandsaufnahme. Wenn das Bewusstsein wächst, dass die längste Zeit des Lebens vielleicht schon gelebt ist, ist es ganz natürlich, dass Fragen aufkommen wie: Was wurde aus meinen Träumen? Was habe ich erreicht? Was möchte ich unbedingt noch erleben? Wenn die Bilanz negativ ausfällt und das Gefühl entsteht, dass nur noch wenig Zeit bleibt, um alles „nachzuholen“, oder klar wird, dass manches nicht mehr erreichbar ist, kann dies zu Frustration und Depression oder auch zu radikalen Entscheidungen führen.
Hinzu kommt, dass die Zeichen des Alterns im Körper deutlicher zu spüren sind: Haarausfall, Übergewicht, Kraftverlust oder auch nachlassende sexuelle Lust können das Gefühl des „Das kann es doch nicht gewesen sein“ verstärken. Hormonelle Veränderungen wie der langsame Rückgang der Testosteronproduktion können sich auf Energie, Sexualität und Stimmung auswirken.
Und all das passiert in einer Zeit, die oft als „Rush Hour des Lebens“ bezeichnet wird. Kleine Kinder, alternde Eltern, Karriere und Geselligkeit – in der Mitte des Lebens beanspruchen oft viele Bereiche des Lebens besonders viel Zeit und Engagement.
Zunehmend setzen Männlichkeitsideale und Vorstellungen von „erfolgreichem Altern“ bzw. Nicht-Altern (Longevity) Männer unter Druck, auch im Alter vital, produktiv und „jung“ zu bleiben. Verbunden damit ist die falsche Vorstellung, dass eine Midlife-Crisis ein medizinisches Problem ist, das medikamentös behandelt werden kann und es für jedes Symptom eine „Pille“ gibt, wie etwa PDE-5-Hemmer (z. B. Viagra®, Cialis®, Spedra®) bei Erektionsstörungen oder 5α-Reduktasehemmer (z. B. Finasterid) bei Haarausfall.
Herausforderungen und Belastungen in der Lebensmitte können zu verschiedenen psychischen und körperlichen Symptomen führen. Typisch sind
Es kann passieren, dass Betroffene spontan weitreichende Entscheidungen treffen und sich zum Beispiel beruflich völlig neu orientieren, neue Hobbys suchen, Extremsportarten betreiben oder riskante Investitionen tätigen. Auch kann es sein, dass Betroffene sich sehr mit ihrer Gesundheit und ihrem Aussehen oder dem Thema Krankheit auseinandersetzen. Im Extremfall entwickeln Betroffene riskante Verhaltensweisen wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Glücksspiel oder selbstschädigendes Verhalten.
Unzufriedenheit, psychische Belastungen oder körperliche Veränderungen können auch dazu führen, dass das Interesse an Sexualität abnimmt und psychisch bedingte Erektionsprobleme auftreten.
Die Annahme, dass auch Männer in die Wechseljahre kommen, ist jedoch falsch. Der Begriff Andropause, der manchmal als Bezeichnung für die altersbedingten hormonellen Veränderungen bei Männern verwendet wird, führt in die Irre. Denn die weiblichen Wechseljahre verlaufen deutlich anders und beschreiben einen schnellen, radikalen und unumkehrbaren Prozess.
Der altersbedingte Testosteronrückgang (Altershypogonadismus, late-onset hypogonadism, LOH), der bei Männern in der Regel ab ca. dem 40. Lebensjahr einsetzt, verläuft dagegen sehr langsam und kontinuierlich und lässt sich – anders als bei Frauen – auch wieder umkehren. Der Altershypogonadismus stellt keine Krankheit dar. Zudem verursacht er nur bei wenigen Männern Beschwerden wie Libidoverlust, Konzentrationsschwäche oder vermehrtes Schwitzen.
Auch Erektionsstörungen sind in der Regel nicht auf diesen natürlichen Testosteronrückgang zurückzuführen. Einen echten, behandlungsbedürftigen Testosteronmangel, der zu hormonell bedingten Erektionsstörungen führen kann, entwickeln laut der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie1 nur rund 3 bis 5 Prozent der über 60-Jährigen.
Männer in der Lebensmitte, die bei sich Erektionsstörungen beobachten, sollten diese keinesfalls als Symptom einer „Midlife-Crisis“ abtun und immer ärztlich abklären lassen. Erektionsstörungen können erste Anzeichen von Gefäßerkrankungen sein, die unbehandelt zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führen können.
Wer in der Lebensmitte an sich Veränderungen beobachtet – oder von anderen darauf hingewiesen wird –, sollte zunächst versuchen, genauer hinzuschauen. Welche Symptome gibt es genau? Gibt es körperliche Beschwerden? Gibt es psychische Symptome?
Eine Midlife-Crisis kann je nach Definition typischerweise zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr auftreten. Die Definitionen können kulturell und wissenschaftlich unterschiedlich sein.
Typisch sind Gefühle von Leere, Unzufriedenheit, Sinnlosigkeit, Angst oder Reue. Viele Männer ziehen sich zurück, reagieren gereizt oder treffen plötzlich spontane Entscheidungen und wechseln die Arbeit oder trennen sich von der Partnerin oder vom Partner. Auch eine starke Beschäftigung mit Gesundheit, Aussehen oder Krankheit ist möglich. Im Extremfall können riskante Verhaltensweisen wie Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Glücksspiel oder selbstschädigendes Verhalten auftreten.
Die Dauer ist sehr unterschiedlich. Manche Männer erleben nur eine kurze Phase der Unsicherheit, die nach einigen Monaten abklingt. Bei anderen kann die Krise über mehrere Jahre andauern. Es handelt sich nicht um ein klar abgegrenztes Krankheitsbild, sondern um einen individuell verlaufenden Prozess.
Wichtig ist, die Gefühle des Partners ernst zu nehmen, ohne sie abzuwerten oder Vorwürfe zu machen. Hilfreich sind Gespräche, in denen auch Positives betont wird, etwa persönliche Erfolge oder wertvolle Beziehungen. Neue Hobbys oder gemeinsame Aktivitäten können frische Perspektiven eröffnen. Wenn die Krise in eine Depression überzugehen droht, etwa bei länger anhaltender Antriebslosigkeit und gedrückter Stimmung, sollte psychologische Unterstützung in Anspruch genommen werden. Auch ein gesunder Lebensstil mit Bewegung und Stressabbau kann helfen, da körperliche und hormonelle Veränderungen im mittleren Alter eine Rolle spielen.
Eine klar definierte, universelle Krise gibt es nicht. Der Begriff beschreibt eher eine Lebensphase, in der Männer innehalten und ihre Ziele, Erfolge und Misserfolge überprüfen. Manche erleben dies als Krise, andere hingegen empfinden diese Zeit als stabil oder sogar erfüllend. Wissenschaftlich wird daher eher von einer krisenanfälligen Phase gesprochen, die nicht jeden Mann gleichermaßen betrifft.
Die Ursachen sind vielfältig. Psychologisch spielen Selbstzweifel, das Gefühl, weniger Zeit zu haben, und die Angst vor dem Älterwerden eine Rolle. Biologisch kommt hinzu, dass mit zunehmendem Alter die Testosteronwerte sinken können, was sich auf Energie, Sexualität und Stimmung auswirkt. Dieser altersbedingte Hormonabfall, auch als Andropause oder late-onset hypogonadism bezeichnet, ist jedoch kein unumkehrbares Schicksal, da Lebensstil und Gesundheit einen großen Einfluss haben. Gesellschaftliche Erwartungen, bestimmte Ziele bis zur Lebensmitte erreicht zu haben, verstärken den Druck zusätzlich.
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