9.4.2019
Erektile Dysfunktion
5 Minuten Lesezeit

Wie Du über Deinen Lebensstil gegen eine Erektile Dysfunktion vorgehen kannst

Sollte man keine medizinischen oder psychologischen Ursachen für ED finden können, kannst Du mithilfe deines Arztes strategische Änderungen in deinem Lebensstil tätigen. Der Ursprung der Problematik, eine Erektion zu bekommen, hängt mit der Durchblutung des Penis zusammen. Lebensgewohnheiten, die eine negativen Effekt auf die Durchblutung des Körpers im Allgemeinen haben, können zu ED beitragen.

Was ist eine Erektionsstörung?

Eine Erektile Dysfunktion (ED) ist das Unvermögen, eine Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Wenn gelegentlich keine Erektion erlangt werden kann, ist das in der Regel kein Grund zur Sorge. Allerdings kann eine häufig wiederkehrende Erektile Dysfunktion Stress, Beziehungskonflikte und den Verlust des Selbstwertgefühls verursachen.

Ärzte empfehlen für ED oft Medikamente wie Viagra und Cialis. Und während viele Medikamente ED bei Männern behandeln können, sind manche Männer unsicher ob die Medikamente die Symptome wirklich lindern. In diesen Fällen ist zum Beispiel die Testosteron-Ersatztherapie eine hilfreiche Option. Sie wird öfters verschrieben, wenn ED durch einen reduzierten Testosteronspiegel verursacht wird.

Zu weiteren und drastischeren Optionen gehören chirurgische Implantate oder die Entfernung von Blutgefäßblockaden. Diese Methoden werden jedoch üblicherweise nur eingesetzt, wenn andere Behandlungen nicht funktionieren.


Die Rolle des Lebensstils bei ED

Sollte Dein Arzt jedoch nicht in der Lage sein die Ursache für Deine Erektionsstörung zu lokalisieren, kann er Dir eine Änderung des Lebensstils und der Ernährung empfehlen, die Abhilfe schaffen kann.

Gesunde Lebensgewohnheiten, wie sie auch zur Vorbeugung von Herzerkrankungen empfohlen werden, sind auch bei der Vorbeugung von ED nützlich. Dazu gehören:

  • regelmäßige Bewegung
  • Aufrechterhaltung eines niedrigen Blutdrucks
  • eine gesunde Ernährung
  • Aufrechterhaltung eines gesunden Gewichts
  • Vermeidung von Alkohol und Zigaretten

Es gibt mehrere Gründe, warum eine gute Ernährung helfen kann, ED zu verhindern und sogar umzukehren. Eine gesunde Ernährung reduziert das Risiko von Gefäßproblemen, die durch einen erhöhten Cholesterinspiegel, hohe Blutzuckerwerte, hohe Triglyceridwerte und ein Übergewicht verursacht werden.

Sprich, da ED ein Problem der Durchblutung ist, kannst Du wenn, Du Deine Blutgefäße in guter Gesundheit hältst, Dein Risiko für ED reduzieren.

Diese Ergebnisse werden auch in Studien repräsentiert, darunter auch die Massachusetts Male Aging Study. Diese fand einen direkten Zusammenhang zwischen Ernährung und ED. Männer in der Studie, die erhöht Obst, Gemüse und Vollkorn aßen und auf rotes Fleisch und verarbeitetes Getreide verzichteten, waren weniger anfällig dafür unter einer Erektilen Dysfunktion zu leiden. Das zeigt, dass das Essen bestimmter Lebensmittel und das Vermeiden anderer dazu beitragen kann, Dein Risiko für die Entwicklung einer ED zu verringern.


Vermeide Alkohol und Drogen

Alkoholkonsum, insbesondere chronischer und häufiger Alkoholkonsum, sowie Drogenmissbrauch können ED verursachen oder verschlimmern. ED ist unter alkoholabhängigen Männern weit verbreitet. Wenn Du übermäßig viel Alkohol konsumierst, schränke Dich ein oder gib es vollständig auf, um zu sehen, ob sich Deine sexuelle Funktion wieder verbessert. Wenn Du Hilfe dabei benötigst, spreche mit Deinem Arzt über die verfügbaren Ressourcen.

Kakao konsumieren

Ein vielleicht überraschendes Mittel, dass Dir helfen kann eine Erektion zu haben und aufrechtzuerhalten ist Kakao. Denn der Penis erfordert eine gute Durchblutung und viel verfügbares Stickoxid. Studien haben gezeigt, dass antioxidative Verbindungen namens Flavonoide zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit beitragen können.

Flavonoide erhöhen die Durchblutung und die Konzentration von Stickoxid im Blut. Schokolade, insbesondere die dunkle Sorte, ist reich an Flavonoiden. Milchschokolade hingegen ist flavonoidarm und enthält mehr Zucker und Fett.

Pistazien als Potenzmittel

Diese leckere grüne Nuss ist mehr als ein toller Snack. Eine im „International Journal of Impotence Research“ veröffentlichte Studie untersuchte, wie das Essen von Pistazien die ED beeinflusst. Es wurden Messungen durchgeführt, bei denen Männer auf eine nussreiche Ernährung gesetzt wurden. Der mehrwöchige Verzehr von Pistazien zeigte eine Verbesserung verschiedener Parameter der ED, einschließlich verbesserter Werte des International Index of Erectile Function für die Studienteilnehmer.

Pistazien verbesserten auch den Cholesterinspiegel und den Blutdruck ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Wenn Du gerne Pistazien isst, kann es deshalb nicht schaden, Deine Aufnahme zu erhöhen.

Was ist mit pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln?

Die Verwendung von pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln zur Behandlung von Krankheiten ist umstritten, da ihre Wirksamkeit nicht immer untersucht werden. Aber es gibt ein paar Kräuter, die bei der Behandlung von ED vielversprechend sind. Nach Angaben der Mayo-Klinik können die folgenden Nahrungsergänzungsmittel zur Behandlung von ED beitragen:

  • Dehydroepiandrosteron (DHEA): ein Hormon, das nachweislich die Libido bei Frauen verbessert und bei ED bei Männern hilft.
  • L-Arginin: eine Aminosäure, die helfen kann, die Blutgefäße zu erweitern und die Durchblutung zu verbessern. Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall sind damit verbunden.
  • Ginseng: Es hat sich gezeigt, dass es hilft, ED zu verbessern.

Es empfiehlt sich jedoch Rücksprache mit Deinem Arzt zu halten bevor Du etwas Neues ausprobierst.

Du siehst also es gibt verschiedene Möglichkeiten nicht nur deine allgemeine Lebensqualität sondern auch dein Sexualleben über Deinen Lebensstil zu beeinflussen. Schon kleine Veränderungen können große Auswirkungen haben.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.