23.3.2019
Erektile Dysfunktion
7 Minuten Lesezeit

Tadalafil – Das Mittel zur Spontanität trotz Erektionsstörung

Zur Behandlung einer Erektilen Dysfunktion (ED) können verschiedene Methoden eingesetzt werden. Eine der wichtigsten ist der Einsatz von Medikamenten, die den Betroffenen dabei unterstützen eine Erektion zu bekommen und zu behalten. Wirkstoffe wie Sildenafil, bekannt durch das berühmten Viagra, können hierbei Abhilfe schaffen. Sie haben jedoch oft einmal die Folge, dass der Sexualakt und die Einnahme des Medikaments im Vorhinein geplant sein müssen. Und wie die Meisten aus Erfahrung wissen, ist das oft schwerer als gedacht. Hier kann der Wirkstoff Tadalafil weiterhelfen, denn mit der längeren Wirkungsdauer ermöglicht er mehr Spontanität beim Sex.

Was ist Tadalafil?

Bei der ED spielen zahlreiche Faktoren wie Alter, Gewicht, Alkoholkonsum, Tabakkonsum, Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Störungen und arterielle Hypertonien eine wichtige Rolle. Aufgrund der verschiedenen körperlichen und psychosozialen Umstände, die ED verursachen können, erstreckt sich die Behandlung über die reine Verbesserung der Erektionsfähigkeit hinaus. Doch neben einer Verbesserung des Lebensstils oder der Behandlung der verursachenden Erkrankung können auch Phosphodiesterase Typ 5 (PDE5) Inhibitoren eine medikamentöse Erstlinienbehandlung für ED sein. Der PDE5-Inhibitor Tadalafil zeigt eine hohe Wirksamkeit und Sicherheit bei der Behandlung von ED.

Wirkungsweise

Tadalafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5), welches die Dauererektion des Penisschwellkörpers verhindert. Die Hemmung von PDE-5 ermöglicht in Kombination mit sexueller Stimulation eine stärkere und länger anhaltende Erektion. Dies wird durch die Blockade der Phosphodiesterase-5 ermöglicht, die wiederum den Abbau von zyklischem Guanin-Monophosphat (cGMP) verzögert und zu einer Erweiterung der Blutgefäße führt. Dadurch kann Blut leichter in den Schwellkörper des Penis fließen und eine Erektion ermöglichen.

Wirkungseintritt

Die Wirkung von Tadalafil tritt ca. 30 Minuten nach der Einnahme ein und kann für mehr als 24 Stunden anhalten. Luststeigernde Wirkung hat Tadalafil allerdings leider. Sprich das Medikament entfaltet erst seine Wirkung, wenn Du psychisch, physisch oder visuell stimuliert wirst. Sonst würde es aber auch nur halb so viel Spaß machen.

Dosierung

Tadalafil wird in Tablettenform in den Dosierungen 5 mg, 10 mg und 20 mg angeboten. Eingenommen wird es zwischen 30 und 60 Minuten bevor die erwünschte Wirkung eintreten soll. Gleichzeitige Nahrungsaufnahme kann die Aufnahme in den Kreislauf und die Wirkung verzögern. Die empfohlene Dosis beträgt 10 bis 20 mg bei Einzeleinnahme und darf nur einmal am Tag genommen werden. Wenn eine häufigere Anwendung erfolgen soll, werden tägliche Dosen von 2,5 mg bis 5 mg empfohlen, abhängig von der individuellen Verträglichkeit.

Bei schwerer Nieren- oder Leberfunktionsstörung liegt die Tageshöchstdosis allgemein immer bei 10 mg

Nebenwirkungen

Phosphodiesterase-5-Inhibitoren wie Tadalafil haben wie alle Medikamente Nebenwirkungen, welche von der individuellen Person abhängig sind. Insbesondere bei Herz-Kreislauferkrankungen besteht ein erhöhtes Risiko des Herzversagens.

Zu den weniger gefährlichen Nebenwirkungen von Tadalafil zählen Magen-Darm-Beschwerden, Sehstörungen und grippeähnliche Symptome. Weitere Nebenwirkungen von Tadalafil sind Bronchitis, Husten, Kopfschmerzen (Migräne), Schwindel und psychische Symptome wie Unruhe oder Angstzustände.

Diese und weitere Nebenwirkung kann man dem Beipackzettel entnehmen.

Kontraindikationen – keine Einnahmen bei…

Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff dürfen Tadalafil nicht anwenden. Ebenso ist eine gemeinsame Einnahme von organischen Nitraten in jeglicher Form mit Tadalafil nicht möglich. Auch eine Behandlung mit Riociguat schließt eine gleichzeitige Therapie mit Tadalafil aus.

Alternativen und Hinweise

Andere PDE-5-Hemmer wie Sildenafil oder Vardenafil können alternativ zu Tadalafil eingesetzt werden. Hier findest Du einen Überblick über die wichtigsten Medikamente gegen Erektionsstörungen im Vergleich.

Vor Beginn der Behandlung mit Tadalafil muss eine Anamnese (Patientenbefragung) durchgeführt werden. Vor allem der kardiovaskuläre Zustand des Patienten sollte über Blutdruckmesswerte und ähnliches untersucht werden.

Dauert eine Erektion länger als vier Stunden, sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden.


Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.