Telemedizin

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Autor: Tabea Lange

Medizinisch geprüft von: Dr. med. Johannes von Büren und Ramin Shafii

Telemedizin in der Forschung
Ein Thema mit Zukunft

Dank des technischen Fortschritts entstand das Instrument für eine der fundamentalsten Entwicklungen in der medizinischen Versorgung und der Interaktion zwischen Ärzten und Patienten: die Telemedizin. Basis ist dabei die Verknüpfung von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) mit medizinischen Dienstleistungen und Produkten. Verschiedene Forschungszentren sind dabei für die Entwicklung neuer Technologien und Produkten sowie für die Evaluation bereits vorhandener telemedizinischer Möglichkeiten zuständig. Aufgrund des außerordentlichen Entwicklungspotenzials der Telemedizin sowie der Bedeutung für den gesamten Gesundheitssektor wird die Telemedizin zunehmend in der Aus-, Fort- und Weiterbildung des medizinischen Personals, wie etwa Ärzten, verankert.

Die Telemedizin als Forschungsgegenstand

In der Forschung wird die Telemedizin groß geschrieben. Dabei werden einerseits neue Technologien und Innovationen erarbeitet und andererseits die bereits bestehenden telemedizinischen Anwendungen bezüglich ihrer Effizienz erforscht. Ausgeführt und gefördert werden telemedizinische Studien durch Universitäten, Krankenhäuser, Krankenkassen, Privatfirmen sowie den Staat - insbesondere das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das für Gesundheit.

Erforschung und Entwicklung telemedizinischer Innovationen

Viele Forschungszentren und Start-Ups arbeiten an der Entwicklung von innovativen telemedizinischen Technologien und Produkten, welche dabei helfen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Die Basis für die angestrebte Prozessoptimierung ist dabei der Einsatz von IKT-Mitteln; doch auch Schlüsselkonzepte wie virtuelle Realität, medizinische Informatik, Digitalisierung und künstliche Intelligenz spielen eine sehr große Rolle.

Beispiele für solche telemedizinischen Innovationen sind:

  • tragbare und miniaturisierte Ultraschall- und Bildgebungs-Point-of-Care-Geräte, um z.B. bereits an einer Unfallstelle eine präzise Diagnose stellen zu können

  • ein intelligentes System zur tele­medi­zi­nischen Mitbetreuung von Risikopatienten, z.B. durch die stetige Verarbeitung und Bewertung von Vi­tal­daten

  • die 5G-Technologie, welche ermöglicht, dass ein Facharzt aus der Ferne in Echtzeit eine Live-OP anleitet

Während Privatunternehmen aus den verschiedensten Branchen die telemedizinischen Innovationen entwickeln und umsetzen, werden sie von Inkubatoren - auch Gründerzentren genannt - auf verschiedene Art und Weise unterstützt. Zu dieser Unterstützung gehört zum Beispiel die Beratung der Unternehmer, die Bereitstellung von Büroräumen für die Mitarbeiter, die Schaffung einer angemessenen Infrastrukturausstattung sowie die Verknüpfung mit anderen Dienstleistern, wie etwa Apotheken. Um dabei den Anforderungen des Marktes entsprechende Bedingungen zu schaffen, müssen sich die Inkubatoren bei ihrer Arbeit stets den neuesten Technologien und Möglichkeiten anpassen und diese den Start-Ups, die sie fördern, zur Verfügung stellen. Dafür müssen sie eng mit der Forschung zusammenarbeiten.

Mit den neuen Technologien gehen auch neue Herausforderungen einher, mit denen sich die Forschung beschäftigen muss. Dazu gehört unter Anderem die Frage nach der Datensicherheit: So müssen stets neue Programme und Technologien entwickelt werden, die dabei helfen, Daten einfacher und geschützter zu übertragen, zu speichern und zu nutzen. Doch auch Fragen nach dem Vertrauen in und der Kontrolle von Algorithmen müssen in der Forschung angegangen werden. Dabei muss herausgearbeitet werden, welches technische Potential gefördert und welches bewusst begrenzt werden sollte.

Evaluation bereits vorhandener telemedizinischer Möglichkeiten

Eine weitere wichtige Aufgabe der Forschung ist die wissenschaftliche Evaluation telemedizinischer Anwendungen. Darunter fallen unter Anderem jene pilothaften Forschungsprojekte, die bereits entwickelte und etablierte telemedizinische Dienstleistungen und Produkte randomisiert und kontrolliert bezüglich ihrer Effizienz und Überlegenheit gegenüber nicht-telemedizinischer Anwendungen evaluieren. Dabei werden sowohl medizinische als auch gesundheitsökonomische Elemente untersucht.

Ein Beispiel für ein solches Forschungsprojekt ist die Fontane-Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In dieser 5-jährigen Studie wurde nachgewiesen, dass die telemedizinische Mitbetreuung das Leben von Herzpatienten signifikant verlängern kann - unabhängig davon, ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen.

Ergebnisse wie diese, welche die Wirkung spezifischer telemedizinischer Anwendungen wissenschaftlich belegen, sind wichtige Motoren für die Entwicklung der Telemedizin, da sie die verschiedenen Interessensgruppen motivieren, weiter in die Telemedizin zu investieren. Gleichzeitig ist eine wissenschaftlich nachgewiesene Effizienz Voraussetzung für die Akzeptanz der Patienten und Leistungserbringer. Zusätzlich helfen die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse über die Koordination, Dokumentation und Anwendung bei der erfolgreichen Umsetzung und Implementierung telemedizinischer Prozesse.

Die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte beeinflussen außerdem, welche telemedizinischen Anwendungen als Regelleistung im Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) etabliert werden und welche nicht. Dabei ist sowohl die medizinische, als auch die ökonomische Effizienz von großer Bedeutung. Demnach ist es bei der unzureichenden gesundheitsökonomischen Studienlage kein Wunder, dass die Telemedizin in Deutschland noch kein etabliertes Element der Regelversorgung ist. Zu überprüfen sind also noch Fragen nach den Fix- und Betriebskosten, sowie nach der Vergütung und Abrechnung telemedizinischer Dienstleistungen.

Die Telemedizin als Forschungsgegenstand

In der Forschung wird die Telemedizin groß geschrieben. Dabei werden einerseits neue Technologien und Innovationen erarbeitet und andererseits die bereits bestehenden telemedizinischen Anwendungen bezüglich ihrer Effizienz erforscht. Ausgeführt und gefördert werden telemedizinische Studien durch Universitäten, Krankenhäuser, Krankenkassen, Privatfirmen sowie den Staat - insbesondere das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das für Gesundheit.

Erforschung und Entwicklung telemedizinischer Innovationen

Viele Forschungszentren und Start-Ups arbeiten an der Entwicklung von innovativen telemedizinischen Technologien und Produkten, welche dabei helfen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern. Die Basis für die angestrebte Prozessoptimierung ist dabei der Einsatz von IKT-Mitteln; doch auch Schlüsselkonzepte wie virtuelle Realität, medizinische Informatik, Digitalisierung und künstliche Intelligenz spielen eine sehr große Rolle.

Beispiele für solche telemedizinischen Innovationen sind:

  • tragbare und miniaturisierte Ultraschall- und Bildgebungs-Point-of-Care-Geräte, um z.B. bereits an einer Unfallstelle eine präzise Diagnose stellen zu können

  • ein intelligentes System zur tele­medi­zi­nischen Mitbetreuung von Risikopatienten, z.B. durch die stetige Verarbeitung und Bewertung von Vi­tal­daten

  • die 5G-Technologie, welche ermöglicht, dass ein Facharzt aus der Ferne in Echtzeit eine Live-OP anleitet

Während Privatunternehmen aus den verschiedensten Branchen die telemedizinischen Innovationen entwickeln und umsetzen, werden sie von Inkubatoren - auch Gründerzentren genannt - auf verschiedene Art und Weise unterstützt. Zu dieser Unterstützung gehört zum Beispiel die Beratung der Unternehmer, die Bereitstellung von Büroräumen für die Mitarbeiter, die Schaffung einer angemessenen Infrastrukturausstattung sowie die Verknüpfung mit anderen Dienstleistern, wie etwa Apotheken. Um dabei den Anforderungen des Marktes entsprechende Bedingungen zu schaffen, müssen sich die Inkubatoren bei ihrer Arbeit stets den neuesten Technologien und Möglichkeiten anpassen und diese den Start-Ups, die sie fördern, zur Verfügung stellen. Dafür müssen sie eng mit der Forschung zusammenarbeiten.

Mit den neuen Technologien gehen auch neue Herausforderungen einher, mit denen sich die Forschung beschäftigen muss. Dazu gehört unter Anderem die Frage nach der Datensicherheit: So müssen stets neue Programme und Technologien entwickelt werden, die dabei helfen, Daten einfacher und geschützter zu übertragen, zu speichern und zu nutzen. Doch auch Fragen nach dem Vertrauen in und der Kontrolle von Algorithmen müssen in der Forschung angegangen werden. Dabei muss herausgearbeitet werden, welches technische Potential gefördert und welches bewusst begrenzt werden sollte.

Evaluation bereits vorhandener telemedizinischer Möglichkeiten

Eine weitere wichtige Aufgabe der Forschung ist die wissenschaftliche Evaluation telemedizinischer Anwendungen. Darunter fallen unter Anderem jene pilothaften Forschungsprojekte, die bereits entwickelte und etablierte telemedizinische Dienstleistungen und Produkte randomisiert und kontrolliert bezüglich ihrer Effizienz und Überlegenheit gegenüber nicht-telemedizinischer Anwendungen evaluieren. Dabei werden sowohl medizinische als auch gesundheitsökonomische Elemente untersucht.

Ein Beispiel für ein solches Forschungsprojekt ist die Fontane-Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin. In dieser 5-jährigen Studie wurde nachgewiesen, dass die telemedizinische Mitbetreuung das Leben von Herzpatienten signifikant verlängern kann - unabhängig davon, ob sie auf dem Land oder in der Stadt wohnen.

Ergebnisse wie diese, welche die Wirkung spezifischer telemedizinischer Anwendungen wissenschaftlich belegen, sind wichtige Motoren für die Entwicklung der Telemedizin, da sie die verschiedenen Interessensgruppen motivieren, weiter in die Telemedizin zu investieren. Gleichzeitig ist eine wissenschaftlich nachgewiesene Effizienz Voraussetzung für die Akzeptanz der Patienten und Leistungserbringer. Zusätzlich helfen die wissenschaftlich gewonnenen Erkenntnisse über die Koordination, Dokumentation und Anwendung bei der erfolgreichen Umsetzung und Implementierung telemedizinischer Prozesse.

Die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte beeinflussen außerdem, welche telemedizinischen Anwendungen als Regelleistung im Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) etabliert werden und welche nicht. Dabei ist sowohl die medizinische, als auch die ökonomische Effizienz von großer Bedeutung. Demnach ist es bei der unzureichenden gesundheitsökonomischen Studienlage kein Wunder, dass die Telemedizin in Deutschland noch kein etabliertes Element der Regelversorgung ist. Zu überprüfen sind also noch Fragen nach den Fix- und Betriebskosten, sowie nach der Vergütung und Abrechnung telemedizinischer Dienstleistungen.

Telemedizin in der Aus-, Fort- und Weiterbildung

Eines steht fest: Die Telemedizin ist auf dem Vormarsch und wird sich im Laufe der Zeit auch in Deutschland vollständig etablieren. Entsprechend ändern sich auch die Anforderungen an medizinisches Fach- und Pflegepersonal: Dieses sollte mit den relevanten telemedizinischen Anwendungen und Produkten vertraut sein und die telemedizinischen Prozesse in ihrer Komplexität verstehen. Das gilt insbesondere für Klinikärzte, niedergelassene Ärzte und Apotheker sowie andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen, wie etwa das Pflegepersonal.

Der Umgang mit telemedizinischen Anwendungen versteht sich jedoch nicht von selbst. Grund sind eine hohe Komplexität sowie vielfältige und heterogene Zuständigkeiten innerhalb der Telemedizin. Auch ungeklärte Fragen, etwa hinsichtlich des Datenschutzes oder der rechtlichen Rahmenbedingungen, erschweren die Etablierung und Akzeptanz der Telemedizin.

Diesen Anforderungen und Herausforderungen entsprechend fordern Experten eine frühzeitige Verankerung telemedizinischer Kenntnisse und Methoden in das Medizin-Studium sowie das Angebot akkreditierter Fort- und Weiterbildungen. Die Qualifikationsinhalte der Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sollen dabei von der Bundes­ärzte­kammer entwickelt werden. Das wäre ein großer Schritt nach vorn, da die Qualifizierung derzeit fast ausschließlich durch einrichtungsinterne und entsprechend schlecht vergleichbare Schulungen stattfindet. Bei der Aus- und Fortbildung der Medizinischen Fachangestellten sieht das schon ganz anders aus: Hier wird gelernt, wie Technologien kompetent genutzt und datenschutzrechtliche Grundlagen berücksichtigt werden.

Wenn - wie gefordert - das Erlernen telemedizinischer Fähigkeiten und Fertigkeiten in die reguläre Ausbildung von medizinischem Fachpersonal integriert und gleichzeitig die Telemedizin universeller Inhalt von Weiter- und Fortbildungen wird, ist eine sehr positive Entwicklung und Qualitätssteigerung von telemedizinischen Anwendungen zu erwarten. Zudem können durch die qualifizierten Zusatzausbildungen ganz neue Tätigkeitsfelder und Berufsformen entstehen.

Quellen