Diagnose Haarausfall: Wie ein Arzt Dir helfen kann?

Haarausfall ist ein Teil des natürlichen Haarwachstums - es ist also völlig normal, täglich Kopfhaare zu verlieren. Problematisch wird es erst, wenn der Haarverlust überdurchschnittlich stark ist oder keine neuen Haare mehr nachwachsen, sodass kahle Stellen auf dem Kopf entstehen. Ist dies der Fall, ist das ein Fall für den Arzt. Dieser kann nämlich die möglichen Ursachen ausfindig machen und eine entsprechende Behandlung initiieren. Wann Du Dich dabei an wen wenden solltest, erfährst Du hier.

Überblick: Wenn Haarausfall ein Fall für den Arzt ist

Haarausfall: Wie ein Arzt dir helfen kann

Es gibt unterschiedliche Formen von Haarausfall, die auf den verschiedensten Ursachen beruhen können. Die möglichen Ursachen reichen von einer unausgewogenen Ernährung über eine genetische Veranlagung bis hin zu diversen Erkrankungen.

Beim Arzt werden per Gespräch oder per Fragebogen die möglichen Ursachen für Deinen Haarausfall ausfindig gemacht. Dabei wird regulär nach:


Außerdem sucht der Arzt oder die Ärztin nach einem möglichen Zusammenhang des starken Haarverlusts mit


Zusätzlich helfen Untersuchungen der Kopfhaut und des Blutes sowie mikroskopische Untersuchungen der Haarwurzel bei der Ursachenfindung von Haarverlust. Stehen die möglichen Ursachen fest, kann auch die entsprechende Behandlung gestartet werden - diese richtet sich nämlich nach dem Auslöser.

Haarverlust: Wann ist es Zeit zum Arzt zu gehen?

Jeder Mensch verliert täglich Haare. Ein Fall für den Arzt wird Haarausfall erst, wenn Dir am Tag mehr als 100 Haare ausfallen.

Du kannst Deinen Haarausfall quantifizieren, indem Du nach einer Haarwäsche täglich Deine Haare kämmst und dabei die ausgefallenen Haare sammelst und zählst. Wichtig ist, dass Du die Haare in dieser Periode nicht erneut wäschst. Wenn Du mehr als 100 Haare pro Tag verlierst, hast du pathologischen Haarausfall und solltest zum Arzt gehen. Die gesammelten Haare kannst du dabei gerne für weitere Untersuchungen mitbringen.

Eine weitere Methode, um den Zustand Deines Haarausfalls zu beurteilen, ist der Zupftest. Dabei greifst Du mit Daumen und Zeigefinger kleine Büschel im Haar und ziehst sanft daran. Wenn sich die Haare leicht und schmerzfrei ablösen, liegt vermutlich krankhafter Haarausfall vor.

Trichogramm

Dank des Trichogramms kann der Hautarzt die Verteilung der Haarphasen bestimmen. Dabei entnimmt der Arzt etwa 50-70 Haare, welche dann durch mikroskopische Untersuchungen Auskunft über das Haarwachstum, den Haarschaft und die Haarwurzeln geben. So kann festgestellt werden, ob eine Phase des Haarzyklus vermehrt oder vermindert vorliegt, was wiederum Rückschlüsse auf mögliche Ursachen erlaubt.

Haarsammeltest

Wie der Name schon vermuten lässt, sollst Du für mehrere Tage alle Haare einsammeln die Dir ausgefallen sind. Idealerweise sammelst Du alles in einem kleinen Tütchen, was Du von Kopfkissen, Kamm, Dusche und Waschbecken auflesen kannst. Hierbei geht es nicht um eine wissenschaftliche Untersuchung, sondern einen ersten Überblick über die tatsächliche Menge der ausgefallenen Haare. Da es sich hierbei um ein hoch emotionales Thema handelt, können Dir kleine Mengen schon als enorm viel vorkommen. Als Faustregel gilt: Fallen Dir pro Tag im Durchschnitt weniger als 100 Haare aus, liegt das im Normalbereich. Bewegt sich die Anzahl zwischen 100 und 200, ist es möglich, dass Du von einem krankhaften Haarausfall betroffen bist. Liegt die Zahl jedoch über 200 und der Haarausfall ist plötzlich aufgetreten, kann es sein, dass Du eine akute Situation durchlebst, die Deinen Haarausfall auslöst. Ist das der Fall, ist es besonders wichtig, dass Du zeitnah zum Arzt gehst, damit die Ursache dafür geklärt werden kann.

Inspektion der Kopfhaut

Dabei untersucht der Arzt Deine Kopfhaut unter hellem Licht. Der Augenmerk liegt hierbei auf verschiedenen Aspekten: Gesundheit der Kopfhaut und Dichte und Struktur der Haare. Mit einem Kamm scheitelt der Arzt dabei Dein Haar, um vor allem direkt auf und oberhalb der Kopfhaut eine Untersuchung durchzuführen. Dabei kann er zusätzlich mit einem “Auflichtmikroskop” kritische Stellen näher beleuchten. Manche Formen des Haarausfalls betreffen nicht nur die Kopfbehaarung, sodass der Arzt bei Bedarf auch noch andere Haarstrukturen Deines Körpers inspizieren kann.

Zupf- oder Epilationstest

Beim Zupf- oder Epilationstest kann der Arzt prüfen, wie fest die Haare in der Wurzel stecken. Dazu greift er mit den Fingern an verschiedenen Stellen in Dein Haar und kontrolliert, ob er die Haare mit einem sanften Zug herausziehen kann. Ist es ihm möglich, mit leichtem Zug das Haar aus dem Balg herauszuziehen, kann ihm das einen Hinweis darauf geben, wie stark der Haarausfall bei Dir ausgeprägt ist.

Phototrichogramm

Das Phototrichogramm ist eine Untersuchungsmethode um herauszufinden, ob die Lebensphasen Deines Haares normal verlaufen und somit eine gesunde Basis darstellen. Diese Methode erfordert jedoch eine Rasur der betroffenen Stelle, weswegen sie nur in Ausnahmefällen durchgeführt wird. Am ersten Tag wird ein ca. 2-Euro-Münzen großes Stück Deines Kopfes auf eine Haarlänge von 1 cm abrasiert und fotografiert. Im Anschluss wird die Stelle komplett abrasiert und erneut fotografiert. Nach drei Tagen wird erneut ein Foto vom Arzt aufgenommen. Nun ist es ihm möglich zu bestimmen, wie groß der prozentuale Anteil Deiner Haare ist, die sich in der Wachstums- und Ruhephase befinden. Bewertet wird dies auf Basis aller Haare, die nach drei Tagen um einen Millimeter länger geworden sind - oder eben nicht.

Folliscope / TrichoScan

Diese beiden Diagnoseverfahren sind weniger traditionell. Sie bedienen sich der digitalen Mikro-Fotografie und modernen Softwareanalysen, um verschiedene Haarparameter zu erfassen. So kann eine genaue Diagnose erstellt, aber auch eine Verlaufskontrolle während einer Therapie durchgeführt werden. Zu den Haarparametern gehören die Dichte der Haare, die Dicke des einzelnen Haares, aber auch der Zustand der Haarwurzeln und die Wachstumsstadien. Auch für dieses Verfahren muss zunächst eine münzgroße Stelle auf Deinem Kopf kurz rasiert werden. Manchmal müssen die Haare zudem an dieser Stelle noch dunkel eingefärbt werden. Wenn Du später Deine langen Haare darüber kämmst, verschwindet die kurze Stelle schnell wieder und nach kurzer Zeit ist die Stelle wieder zugewachsen.

TrichoLAB

Bei einer TrichoLAB Untersuchung verwendet Dein Arzt einen pistolenähnlichen Apparat. Dieser macht ein digitales Bild in Kopfhautnähe, welches später hochgeladen und ausgewertet wird. Auch mit diesem Verfahren sind Diagnose und Therapie-Verlaufskontrolle möglich.

Sag “Nein” zu Haarausfall

Wenn die Haare auszufallen beginnen, kann das an Deinem Selbstbewusstsein kratzen – aber das muss nicht sein. Finde in unserer Online-Diagnose heraus, ob Du unter Haarausfall leidest und was Du dagegen tun kannst.

Haarausfall: Welcher Arzt kann helfen?

Allgemeinmediziner und Hautarzt

Bei plötzlichem oder länger andauerndem Haarausfall sollte ein Allgemeinmediziner oder (noch besser) ein Facharzt bzw. eine Fachärztin für Dermatologie die erste Anlaufstelle sein. Der Dermatologe bzw. Hautarzt ist ein Spezialist für Haarausfall, da die Wurzeln der Haare in der Haut verankert sind.

Endokrinologe

Wenn Dein Haarausfall genetisch bedingt ist oder eine Folge von Operationen, Erkrankungen, Medikamenten oder psychischen Belastungen darstellt, spielt noch ein weiterer Arzt wichtige Rolle: Der Endokrinologe. Dieser befasst sich mit der Beschaffenheit und Funktion der hormonproduzierenden Drüsen. Darunter fallen zum Beispiel die Schilddrüse, die Hoden oder die Nebennieren.

Ernährungsmediziner

Besteht Haarausfall aufgrund eines Nähr- und Mineralstoffmangels, kann zusätzlich noch ein Ernährungsmediziner an Land gezogen werden. Dieser kann einen zu Dir passenden, ausgewogenen Ernährungsplan mit genügend Eisen, Kalzium, Vitaminen, Biotin und Co. zusammenstellen.

Minoxidil wird als Lösung oder Schaum auf die Kopfhaut aufgetragen und fördert langfristig das Haarwachstum.

In Form von Tabletten kann Finasterid den Haarausfall stoppen und für erneutes Haarwachstum sorgen.

Körperliche Bewegung und die richtige Ernährung wirken präventiv gegen Haarausfall – und können den weiteren Verlauf abmildern.

Salben und Shampoos können haarausfallreduzierende Wirkungen haben und ohne Verschreibung erworben werden.

Kostenübernahme

Die diagnostische Abklärung der Ursachen für Haarausfall übernehmen meist die Krankenversicherungsträger, die Kosten für die therapeutischen Maßnahmen hingegen müssen in der Regel selbst getragen werden.

Spring Icon Übersicht

Übersicht

Erfahre mehr zum Thema Haarausfall – von Ursachen, Formen über Behandlungsmethoden.

Spring Icon Diagnose

Online-Apotheke

Medikamente gegen Haarausfall sind rezeptpflichtig, um Deine Gesundheit zu gewähren.

Spring Icon Behandlung

Informieren

Es gibt verschiedene Lösungen gegen Haarausfall. Bekannt sind besonders Minoxidil & Finasterid.

Häufige Fragen

Für wen ist Minoxidil geeignet?

Frauen und Männer die über 21 Jahre alt sind dürfen Minoxidil verwenden. Hier ist aber die Dosierung zu beachten. Minoxidil 2% ist für Frauen während Minoxidil 5% für Männer geeignet ist.

Für wen ist Finasterid geeignet?

Finasterid ist nur für Männer geeignet. Wer unter androgenetischer Alopezie, das heißt erblich bedingtem Haarausfall leidet, kann mit der Einnahme von Finasterid diesem entgegen wirken. Jedoch ist es wichtig, dass Männer die älter als 41 Jahre alt sind vor der Einnahme von Finasterid dies mit ihrem Urologen absprechen.

Ist Minoxidil für Bartwuchs geeinigt?

Ja Minoxidil kann zur Förderung des Bartwuchs verwendet werden. Spring empfiehlt Dir aber das nicht zu machen da Minoxidil zur Unterstützung von Haarwuchs bei Haarausfall auf der Kopfhaut geeignet ist.

Was ist die richtige Anwendung von Minoxidil?

Möchtest Du deinen Haarausfall stoppen, trägst Du Regaine idealerweise morgens und abends auf die betroffenen Stellen deiner Kopfhaut auf, solange sie trocken ist. Dafür verwendest du jeweils ein 1 mg des Wirkstoffs. Nach der Anwendung solltest Du vier Stunden auf das Haare waschen oder föhnen verzichten, um die Wirkung Regaines nicht zu beeinträchtigen. Genauso empfehlen wir, Alkohol und Drogen abzusagen.

Wir lassen Dich nicht hängen.

Gerne stehen wir Dir telefonisch Mo bis Fr von 08:00 bis 20:00 zur Verfügung.

Du kannst auch jederzeit per Email mit uns Kontakt aufnehmen.