4.11.2019
Health Insights
5 Minute Lesezeit

Wofür ist die Prostata zuständig?

Die Vorsteherdrüse, wie die Prostata auf Deutsch genannt wird, ist eine Drüse, die für uns Männer sehr wichtig ist. Was ihre Aufgaben sind, erfährst Du hier in diesem Artikel.

Doch was bedeutet das überhaupt: „eine Drüse“? Drüsen sind Organe, die eine Flüssigkeit, ein Sekret herstellen und anschließend entweder nach innen, in den Körper hinein oder auch nach außen abgeben. Die berühmtesten Drüsen sind die Schweißdrüsen, denn ihr Wirken kannst Du spätestens beim Sport überdeutlich wahrnehmen. 

Medizinischer Hintergrund

Damit der nötige Druck entsteht, um die Samenflüssigkeit aus der Prostata und der Harnröhre herauszupressen, zieht sich die Vorsteherdrüse beim Orgasmus mehrfach zusammen. Dazu ist ihre Wand mit Muskeln durchsetzt.

Wenn Du Dich jetzt fragst, was es denn mit der Samenflüssigkeit überhaupt auf sich hat, dann ist das eine gute Frage. Sie ist im Grunde die Flüssigkeit, die Spermien, also den Samen, der in den Hoden gebildet wird, transportiert. Sie haben nämlich für so kleine Zellen einen enorm langen Weg zurückzulegen, bis sie endlich zu der reifen Eizelle der Frau gelangen können. Da ist eine gute Taxiflüssigkeit wahrhaft Gold wert. 

Für Deine Gesundheit wichtig zu wissen ist, dass die Prostata normalerweise nicht ein Leben lang gleich bleibt. Sie nimmt nämlich im Laufe eines Männerlebens an Gewicht und letztendlich auch an Volumen zu. So kann sich ein Kerl im besten Mannesalter an etwa 20 Gramm Prostata freuen, während ältere Semester zum Teil eine bis zu 100 Gramm schwere Prostata mit sich herum schleppen müssen. 

Für dieses natürliche Wachstum im Laufe Deines Lebens ist das berühmte Testosteron zuständig. Können deine Hoden und zum Teil auch die Nebennieren dieses männliche Geschlechtshormon nicht oder nicht mehr ausreichend bilden, bleibt die Drüse unterentwickelt und in ihrer Funktion gestört, beziehungsweise bildet gar kein Sekret.

Den allermeisten Männern bleibt jedoch ein Leben lang ein Teil der Testosteronproduktion und damit auch die Spermienproduktion sowie die Arbeit der Vorsteherdrüse erhalten. Das heißt, während Frauen meist nach dem 40. Lebensjahr damit beginnen, keine Eizellen mehr ausreifen zu lassen, können gesunde Männer ein Leben lang zeugungsfähig bleiben. 

Was heißt es für mich, wenn sie nicht mehr funktioniert?

Doch was passiert, wenn Deine Prostata, durch welche Umstände auch immer, nicht mehr funktioniert oder sie sich verändert hat? Grundsätzlich kann man sagen, dass Probleme mit der Prostata meist auch die Erektionsfähigkeit beeinflussen.Doch muss man sich das Ganze einmal genauer betrachten. Das allerhäufigste Problem, das Männer mit der Prostata haben, ist, dass diese vergrößert ist. Denn dann wächst sie nicht nur an ihrer Außenseite, sondern auch zur Harnröhre hin. Das bedeutet dann, dass sich der Durchmesser der Harnröhre vermindert. Probleme beim Wasserlassen, weniger Druck auf der Leitung und sogar Schmerzen auf dem Klo und beim Ejakulieren können weitere Symptome bei einer zu großen Prostata sein. 

Auch ohne Prostata eine Erektion bekommen

Bleibt jedoch die Testosteronlieferung aus oder wurde Dir die Prostata entfernt, weil Sie womöglich von einem Tumor betroffen war, muss das noch lange nicht bedeuten, dass Deine Potenz leiden muss. Denn die Nerven, die die sexuelle Stimulation übertragen, liegen vor und hinter der Prostata. Sie bewirken, dass die Schwellkörper mit Blut gefüllt und dein Freund seinen Mann stehen kann. Allerdings wird Dein Orgasmus in solchen Fällen trocken sein und Du kannst kein Kind mehr zeugen können. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Chirurgen nervenschonend operieren konnten -  dazu ist es wiederum wichtig, dass Du schon frühzeitig beim Arzt vorstellig wurdest. 

Wie kann ich meine Prostata gesund halten?

Eine der aller wichtigsten Maßnahmen zur Gesunderhaltung Deiner Prostata ist die Vorsorge. Dazu brauchst Du nicht bis zum 45. Lebensjahr zu warten. Denn ab diesem Alter bezahlt Deine Kasse die Abtastung Deiner Geschlechtsorgane und Lymphknoten sowie die Blutuntersuchung. Diese Früherkennung ist deshalb so wichtig, da ein früh erkannter Prostatakrebs sehr gut behandelbar ist. Eine Studie der Harvard University aus dem Jahr 2016 hat zudem ergeben, dass Du Deiner Prostata regelmäßige Ejakulations-Sessions gönnen solltest. Sie befragten immerhin 31.000 Männer über einen Zeitraum von 18 Jahren. Wie die Forschergruppe um Jennifer Rider dabei herausfand, bringen viele Ergüsse die Prostata in Schwung und verringern das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, deutlich. Bei 21 Orgasmen pro Monat, sinkt das Risiko immerhin um ein Fünftel. Da ist doch eins klar: „Jungs, ran an die Kroketten“!

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.