3.1.2020
Health Insights
5 Minuten Lesezeit

Winterdespression - was tun?

Alle Jahre wieder! Das heißt für die meisten Menschen: Friede, Freude, Winterspaß. Doch es gibt Menschen, die können der kalten und vor allem dunklen Jahreszeit gar nichts abgewinnen, denn sie wissen, nun beginnt für sie wieder die Leidenszeit.

Was ist eine Winterdepression?

Werden die Tage kürzer, plagen sie nämlich „Störungen des Gefühlslebens“ (SAD, Seasonal Affective Disorder). Tatsächlich gibt das Tageslicht den Takt an. Denn werden im Frühjahr die Tage wieder länger, verschwinden die Symptome meist so schnell, wie sie gekommen sind.

Was sind die Symptome der Winterdepression?

Alles beginnt meist mit einem vermehrten Schlafbedürfnis, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Manche fühlen sich, als wären sie in einer Blase aus zähem Honig gefangen. An Hobbys, Freizeitaktivitäten oder Lebenslust ist nicht zu denken. 

Stattdessen sitzen Betroffene in jeder freien Minute komplett überfordert zu Hause und kompensieren ihre Energielosigkeit häufig mit übermäßigem Schlaf und Essen. Vor allem Süßigkeiten stehen dann auf dem Programm. Da sind schnell ein paar Kilos zu viel auf den Hüften und geben der Gereiztheit und Unausgeglichenheit weiteren Zündstoff.

Was oft total verkannt wird, ist die Tatsache, dass die Winterdepression auch maskiert auftreten kann. Denn einige Betroffene verfallen nicht in eine depressive Phase, sondern in eine manische. Sie wirken wie aufgezogen. Übersprudelnde Laune, Selbstüberschätzung und Risikobereitschaft können die Mitmenschen nerven, vor allem, wenn sie mit Distanzlosigkeit kombiniert sind.

Was sind die Ursachen der Winterdepression?

Als Ursache für Winterdepressionen werden verschiedene Faktoren angesehen. Sicherlich spielen die Gene dabei eine wichtige Rolle. Denn in manchen Familien kennt man Winterdepressionen viel häufiger als in anderen. Auch die Hormone haben beim Winterblues einiges mitzureden, vor allem das Schlafhormon Melatonin.

Eine weitere wichtige Komponente ist das Ausmaß von Stressbelastungen, denen Du ausgesetzt bist. Die Menge, aber auch deine Fähigkeit mit Stress umzugehen, entscheiden außerdem darüber, ob Du anfällig für Winterdepressionen bist oder nicht. 

Klar ist auch, dass bei Menschen, die zu Winterdepressionen neigen, der Informationsfluss zwischen Sehzellen und ihrem Gehirn anders ist als bei gesunden Menschen. Ihre Sehzellen sind weniger lichtempfänglich. Im Winter sind nicht nur die Nächte länger, auch am Tage trifft viel weniger Licht auf das Auge als im Sommer. So schüttet der Körper mehr Melatonin aus, was auf Antrieb und Laune drückt.

Damit der Körper vermehrt Melatonin zur Verfügung hat, wandelt er vorhandene Glückshormone, also Serotonin, einfach um. Doch am Ende fehlt das Glückshormon und die Stimmung wandert weiter in den Keller. 

Wie kann man eine Winterdepression verhindern?

Wenn Du selbst etwas gegen Deine Winterdepression tun möchtest, solltest Du damit so früh wie möglich beginnen. Denn so lange Du noch Power hast, kannst Du Dir Bewegung an der frischen Luft zur Gewohnheit machen. Dieses Hobby wird Dir dann auch im Winter gegen die Depressionen helfen. Denn selbst ein trüber Himmel lässt immer noch mehr Licht an Deinen Körper gelangen als jede künstliche Lichtquelle. Doch Licht ist sehr wichtig für Dich. Vor allem an strahlenden Schneetagen kannst Du dann wieder so richtig auftanken. Aber auch ein oder zwei kurze Urlaubsreisen in die Sonne, die Du in die Winterzeit legst, können Dir beim Kampf gegen die Winterdepression helfen. 

Auch eine Lichttherapie kann Dich bei Deiner Gesundheit gut unterstützen. Sprich am besten Deinen Arzt einmal darauf an. Er ist auch der Ansprechpartner, wenn gar nichts mehr hilft und Du medikamentöse Hilfe benötigst.

Warum ist Vitamin D im Winter so wichtig?

Gelangt viel Sonnenlicht auf Deine Haut, läuft die Vitamin D-Produktion in Deinem Körper auf Hochtouren. Das ist auch der Grund, warum dieses Pro-Hormon gerne auch Sonnenhormon genannt wird.

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der menschliche Körper selbst bilden kann. Produziert er zu viel, speichert er dieses Lebenswichtige Vitamin in der Leber ein. Sicher, kannst Du Vitamin D auch über Lebensmittel zu Dir nehmen, doch so oft reicht das für einen langen Winter nicht aus. Vor allem nicht, da ein Vitamin-D-Mangel auch Ursache für eine Winterdepression sein kann. 

Funktioniert die Vitamin-D-Ergänzung?

Bist Du von Winterdepression betroffen, solltest Du schon frühzeitig damit beginnen, Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel zu Dir zu nehmen. So schaffst Du es meist, die Depression gar nicht erst aufkommen zu lassen. Am besten lässt Du Dich hierzu von Deinem Hausarzt oder Heilpraktiker beraten.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.