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Welt-AIDS-Tag

Am 1. Dezember ist es wieder soweit: Der Welt-AIDS-Tag wirbt für Solidarität mit Menschen, die das menschliche Immunschwäche-Virus im Körper haben oder gar an AIDS erkrankt sind. Denn auch heute noch, fast 40 Jahre nachdem die AIDS-Pandemie begann, gibt es noch immer vor allem eins: Vorurteile.

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Aktualisiert:
1.12.2019

Inhaltsverzeichnis

Was ist HIV eigentlich?

Eine Krankheit, von der ausschließlich Affen betroffen waren, das war AIDS wohl ursprünglich einmal. Ein Virus, das plötzlich damit begann, sich in einem neuen Wirt einzunisten. Dazu musste es mutieren: Aus SIV (Simianes (affenähnliches) Immunschwäche Virus) wurde HIV (Humanes (menschliches) Immunschwäche Virus). Denn das ursprüngliche Virus konnte ja nur in Affen existieren. 

Inzwischen kennt man zwei HI-Viren, die den Menschen befallen können: HIV-1 und HIV-2. Während HIV-2 in erster Linie in Westafrika und den dazugehörigen ehemaligen Kolonialländern Frankreich und Portugal vorkommt, ist HIV-1 das weltweit am häufigsten auftretende. Von diesen beiden Viren gibt es jeweils noch weitere Untergruppen.

Geschichte des HIV 

Diese beiden Virenstämme sind der Grund dafür, dass Wissenschaftler davon ausgehen, dass das SIV mindestens zwei mal spontan und unabhängig mutiert sein muss. HIV-1 entstammt einer SIV-Art, die bei Rauchmangaben, einer niedlichen Affenart im Westen Afrikas, vorkommt.

Vom weiter verbreiteten HIV-2-Virus kennen wir vier Unterarten, von denen zwei wahrscheinlich von Schimpansen und die anderen beiden von Gorillas stammen. Wahrscheinlich begann die ganze Mutation damit, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts Affenfleisch bei vielen Menschen Afrikas auf dem Speiseplan stand. 

Anders als beim Menschen ist das Affenvirus allerdings kein todbringender Erreger für den befallenen Affen. Den Wirt zu töten kann schließlich keine gute Überlebensstrategie sein. Wahrscheinlich hatten wir Menschen bisher aber noch nicht genügend Zeit, unsere Immunreaktionen auf das Virus so abzustimmen, dass es nicht zum Ausbruch der Krankheit AIDS kommt.

Inzwischen sind weltweit etwa 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert. Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts wird an Medikamenten geforscht, die den Infizierten helfen sollen. Heute haben die Menschen, die Zugang zu diesen Medikamenten haben, eine etwa gleich hohe Lebenserwartung wie gesunde Menschen. Doch leider stehen nicht allen Betroffenen diese Medikamente zur Verfügung. Gerade in den Regionen Afrikas haben die Menschen nur selten Chancen, das Medikament zu erhalten – das liegt zum einen an den Kosten, zum anderen daran, dass manche Regierungen HIV kleinreden und damit ihrer Bevölkerung keinen Zugang zu den Medikamenten ermöglichen.

Was den Alltag für viele HIV-Infizierte besonders schlimm macht, ist jedoch, dass sie auch heute noch oft mit Ausgrenzung und Stigmatisierung zu kämpfen haben. Grund genug, im Jahre 1988 den Welt-AIDS-Tag ins Leben zu rufen. 

Die Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, sowie UNAIDS, wie das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV / AIDS genannt wird, sind die beiden Organisationen, die hinter dem Welt-AIDS-Tag stehen. 

Bestimmt kennst du sie, die rote Schleife, das internationale Symbol für HIV und AIDS. Sie soll als Zeichen der Hoffnung stehen, damit das Leben von Infizierten besser und länger werden kann. Sie ziert die Plakate und Anzeigen von Aufklärungskampagnen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Virus. Denn einmal im Körper wird man es nicht mehr los. 

Doch früh erkannt, kann das Leben für HIV-Infizierte heutzutage ähnlich lang und erfüllt sein, wie das von Menschen, die von dem Virus verschont blieben. Dass dies so ist, verdanken wir unglaublichen Mengen von Spenden- und Forschungsgeldern, die im Laufe der Kampagnen seit 1988 zusammengetragen wurden und auch immer noch getragen werden. Zum großen Teil auch Dank des Welt-AIDS-Tages. 

Welche Bewegungen gibt es?

Während die WHO den Welt-AIDS-Tag ins Leben gerufen und ihn seit 1996 mit der UNAIDS austrägt, sind es in Deutschland vor allem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Deutsche AIDS-Stiftung, sowie die Deutsche AIDS-Hilfe, die jedes Jahr mit Aktionen zum Welt-AIDS-Tag von sich reden machen.

Sie sorgen dafür, dass AIDS nicht in Vergessenheit gerät, sondern stattdessen mit vereinter Kraft für Betroffene geforscht und gearbeitet wird. Gleichzeitig sollen Maßnahmen gefördert werden, die aufklären sollen. Denn viel zu schnell haben sich die Menschen daran gewöhnt, dass es AIDS gibt. Steigende Zahlen bei den Neuinfektionen beweisen es. Vorbeugen, schnell handeln, wenn es doch zu einer Ansteckung kommen sollte, Hilfe suchen. Das sind die wichtigsten Maßnahmen, die verhindern sollen, dass aus Mitmenschen Mitinfizierte oder gar AIDS-kranke Mitmenschen werden. 

Auch die Forschung im Bereich der Behandlung dieser heimtückischen Krankheit wird durch den Welt-AIDS-Tag gefördert. Ihr haben wir es zu verdanken, dass AIDS heute kein Todesurteil mehr sein muss.

Wenn dann noch Akzeptanz und Menschlichkeit siegen, weil der 1. Dezember Menschen mit und ohne AIDS / HIV näher zusammenbringt, können in Zukunft Menschen mit HIV ein normales Leben führen.

Wie kann ich spenden?

Wenn Du dabei sein möchtest und spenden möchtest, kannst Du dies zum Beispiel auf der Seite der Deutschen Aidshilfe tun. Gleich, ob als Fördermitglied oder im Rahmen einer einzelnen Spende, kommt Deine Hilfe allgemein oder projektbezogen dorthin, wo sie gebraucht wird. (Link: https://www.aidshilfe.de/spende-hilft)

Die Deutsche AIDS-Stiftung nimmt unter folgendem Link einfache oder dauerhafte Spenden entgegen: https://aids-stiftung.de/spenden. Auch hier kannst Du für ausgewählte Projekte spenden oder die Arbeit der Stiftung im Allgemeinen unterstützen. 

Die meisten Großstädte haben auch lokale AIDS-Hilfe Gruppen, für die Du Dich engagieren, die Du aber auch finanziell unterstützen kannst. Informiere Dich hierzu entweder bei Deiner Gemeinde oder im Netz.

Quellenangaben

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.

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