16.8.2019
Haarausfall
5 Minuten

So erkennst Du die ersten Anzeichen von Haarausfall

Wer kenn ihn nicht? Den Moment vor dem Spiegel. Verliere ich Haare, oder bilde ich es mir ein? War das schon immer so? Schnell wird das Handy gezückt und die momentane Haarpracht mit alten Fotos verglichen. Die Gedanken schweifen zu den männlichen Familienmitgliedern, wie sieht es bei denen aus? Fragen über Fragen, und meist ist die Antwort nicht so eindeutig wie man glauben möchten. Doch wie weiß man nun ob man unter Haarausfall leidet?

Die ersten Anzeichen von Haarausfall

Zunächst wirst Du den Haarausfall auf Bürste und Kamm feststellen.Dann nämlich, wenn sich dort sichtbar mehr Haare ansammeln, als Du es gewohnt bist. Aber auch auf Kleidung und Kopfkissen können sich plötzlich viele Haare ansammeln, wenn Dein Haarwachstum gestört ist. Meist siehst Du erst nach einer Weile auch wirklich auf dem Kopf, dass sich da etwas zusammenbraut.

Haarausfall kann schon Frühsymptome vorweisen, bevor Du den Haarverlust optisch wahrnehmen kannst. Wenn zum Beispiel Deine Kopfhaut häufig juckt, scheinbar ohne Grund. Eine vermehrte Talgproduktion der Kopfhaut kann auch auf eine gestörte Kopfhautgesundheit hinweisen. Dann fühlen sich Deine Haare, entgegen Deiner Gewohnheit, ölig und fettig an, wenn Du mit den Händen durchfährst. Auch wenn sich Deine Fingernägel plötzlich verändern, solltest Du hellhörig werden. Denn da die Fingernägel aus dem gleichen Stoff hergestellt werden wie die Haare, können Schäden an den Fingernägeln ein leicht sichtbarer Hinweis auf kommende oder schon existierende Haarprobleme sein.

Können Stress und Medikamente Haarausfall verursachen?

Wenn Du neuerdings dauerhaft Stress hast oder Medikamente einnehmen musst, lohnt sich ein Blick auf die Haarbürste natürlich auch, denn es gibt einige Tabletten, die sich nachteilig negativ auf die Haarproduktion auswirken können und Stress ist auch ein bekannter Haartöter. Betablocker, wie sie bei Bluthochdruck zum Einsatz kommen, oder auch Lipidsenker bei erhöhten Blutfettwerten können die Haare schwinden lassen. Einige Schmerzmittel, Rheumamedikamente und Gerinnungshemmer stehen auch auf dieser Liste der Haarkiller.

Sprich also unbedingt mit Deinem behandelnden Arzt, wenn Du dauerhaft Medikamente einnimmst und vermehrt Haarausfall feststellst. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass die Wirkung auch erst 3 Monate nach Beginn der Behandlung auftreten kann. Denn so lange dauert es, bis ein schon einmal gewachsenes Haar ausfällt. Wachsen keine neuen Haare nach, da das Haarfollikel, also die Wiege der Haare, geschädigt ist, bleibt die Stelle kahl. 

Ab wann wird der Haarausfall ernst?

Dabei muss fast die Hälfte aller Männer auch ohne Krankheit, Fehlernährung und Stress damit rechnen, dass ihr im Laufe ihres Lebenserheblich viele Haare ausgehen. Der tägliche Verlust von etwa 100 Kopfhaaren ist normal und mit dem natürlichen Wachstumsrhythmus der Haare vereinbar. Zähle also im Zweifel einfach die täglich ausgefallenen Haare eine Weile lang nach. Stellst Du über einen längeren Zeitraum hinweg fest, dass Du deutlich mehr als diese Menge Haar verlierst, wird es haarig!

Vor allem der ererbte Haarausfall hat ein fast unverkennbares Merkmal. Bei manchen Männern beginnen sich die ersten Anzeichen davon schon um das 20. Lebensjahr bemerkbar zu machen. In einigen Fällen sogar noch früher. Bei den meisten Betroffenen ist jedoch um das 40. Lebensjahr deutlich zu sehen, dass es lichter wird auf dem Kopf.

Doch zurück zum androgenetischen Haarausfall und seinem klassischen Frühzeichen. Dazu musst Du Dir den Kopf von oben betrachten. Denn dann sieht man am deutlichsten das markante „M“ am vorderen Haaransatz. Zunächst kaum sichtbar, bilden sich im weiteren Verlauf immer deutlicher die berühmten Geheimratsecken aus. Einige Zeit darauf entsteht dann ein kreisrundes Areal am Hinterkopf, das immer weniger Haare trägt. Zum Schluss bleibt häufig nur noch ein lichter Haarkranz von der einst wallenden Pracht.

Die verschiedenen Stadien bei erblich bedingtem Haarausfall.

Da einige Arten des Haarausfalls Folgeerscheinungen von Mangelzuständen und Krankheiten sind, ist es wichtig, dass Du Dich frühzeitig, vertrauensvoll an einen Hautarzt wendest. Wird die Ursache behoben, verschwindet in Folge auch der Haarausfall. So kann zum Beispiel ein Eisenmangel im Blut oder auch eine Fehlfunktion der Schilddrüse der Grund für Haarbüschel in der Bürste sein.

Was kannst Du gegen Haarausfall tun

Eigentlich wollen die Betroffenen ja nur eins: Ihr Haar zurück. Dies kann, sind die Haarwurzeln einmal verschwunden, aktuell jedoch praktisch nur eine Haartransplantation bewirken.

Was jedoch sehr gut geht ist, den aktuellen Zustand zu erhalten, und die noch existierenden Haarwurzeln, zu retten und wieder zur Produktion von vermehrten und festeren Haaren anzuregen. Deswegen ist es so wichtig, dass frühzeitig etwas gegen den Haarausfall unternommen wird.

Auch wenn der Markt an Haarwuchsmitteln sehr weit gefächert ist, kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es aktuell lediglich 2 Wirkstoffe gibt, die den Haarausfall stoppen können.

Minoxidil, eine Tinktur, die äußerlich, täglich und dauerhaft in die Kopfhaut einmassiert wird.  

Wer diesen Aufwand scheut, kann sich vom Arzt auch ein Medikament mit dem Wirkstoff Finasterid verschreiben lassen. Wobei auch hier das Medikament täglich, dafür in Tablettenform eingenommen werden muss. Allerdings ist ein einführendes, ausführliches Beratungsgespräch wichtig, da dieses Medikament, wie die meisten anderen auch, zu unerwünschten Nebenwirkungen führen kann.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.