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COVID-19

COVID-19: Kontaktverbot & Ausgangsbeschränkung senken Nachfrage von "Viagra"

Die Corona Pandemie geht auch an der Nachfrage für Viagra nicht spurlos vorbei. War bisher das Suchvolumen konstant, sinkt es durch Ausgangssperren- und beschränkungen um bis zu 25%. Welche Rückschlüsse lassen sich nun ziehen?

Autor:
Maria Karl
Geprüft von:
Aktualisiert:
27.3.2020
Google Suche auf dem iPhone | Charles Deluvio - Unsplash
Google Suche auf dem iPhone | Charles Deluvio - Unsplash

Corona vermiest Europa das Sexleben

Sex gehört zum Alltag dazu und ist die wohl schönste Nebensache der Welt. Corona allerdings bremst hier deutlich ein: Die Zahlen zeigen, dass die Suchanfragen nach Potenzmittel (Viagra, Sildenafil & Co.) deutlich sinken. Ursachen dafür sind schnell gefunden: Einerseits interessieren sich die Menschen jetzt eher für andere Themen, andererseits ist durch die Ausgangssperren und das Kontaktverbot für viele Sex wohl nicht möglich. Länder mit Ausgangsbeschränkungen oder Ausgangssperren zeigen die stärksten Einbrüche an Suchanfragen für Viagra & Co.

Der Ländervergleich: Google Suchanfragen von “Viagra” und “Sildenafil”

Rückgang der Google Suchanfragen nach "Viagra"
Rückgang der Google Suchanfrage nach “Viagra” in den Ländern mit Kontaktverbot und / oder Ausgangssperre / -beschränkung, wie zum Beispiel Deutschland, Italien und Spanien (Quelle: Google Trends - Stand: 26.03.2020).
Rückgang der Google Suchanfrage zu “Viagra” weltweit
Rückgang der Google Suchanfrage zu “Viagra” weltweit
(Quelle: Google Trends - Stand: 26.03.2020).

Rückgang der Google Suchanfrage nach “Sildenafil” in Ländern mit Kontaktverbot und / oder Ausgangssperre / -beschränkung
Rückgang der Google Suchanfrage nach “Sildenafil” in Ländern mit Kontaktverbot und / oder Ausgangssperre / -beschränkung, wie zum Beispiel Deutschland, Italien und Spanien (Quelle: Google Trends - Stand: 26.03.2020).
Rückgang der Google Suchanfrage nach “Sildenafil” weltweit
Rückgang der Google Suchanfrage nach “Sildenafil” weltweit
(Quelle: Google Trends - Stand: 26.03.2020).

Viagrakonsum im Ländervergleich: Ausgangssperre vs normaler Alltag

Vergleicht man die unterschiedlichen Herangehensweisen der Länder mit der Nachfrage nach Viagra, zeichnet sich ein direkter Zusammenhang zwischen Ausgangsbeschränkungen und freier Bewegung der Bürger ab. Während Russland und Bulgarien ähnliche Strategien wie Deutschland fahren, geht Ägypten anders vor: So gilt nachts eine Ausgangssperre, doch tagsüber herrscht ein normales Treiben  (Geschäfte sind ähnlich wie in Deutschland geschlossen) auf den Straßen.

Google Suchanfrage nach “Viagra” in den Ländern ohne Kontaktverbot und / oder Ausgangssperre / -beschränkung
Google Suchanfrage nach “Viagra” in den Ländern ohne Kontaktverbot und / oder Ausgangssperre / -beschränkung, wie zum Beispiel Russland, Bulgarien und Ägypten (Quelle: Google Trends - Stand: 26.03.2020).


Viagra als Lifestyle Produkt

Die sinkende Nachfrage nach Viagra im Zusammenhang mit Ausgangssperren und Kontaktverboten lässt darauf schließen, dass es sich bei dem Potenzmittel Viagra mehr um ein Lifestyle Produkt ( zum längeren Durchhalten auf Parties etc.) handelt. In festen Partnerschaften wird demnach weniger auf eine langanhaltende Erektion gesetzt, obwohl in diesen Zeiten die intime Zweisamkeit den mit schönsten Zeitvertreib darstellt.  

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass mit sinkenden Freizeitaktivitäten auch die Nachfrage nach Viagra zurückgeht.

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Fun Fact: Anfragen an Internet Pornografie steigen!
Zwar sinken die Anfragen nach Viagra, doch schießen die Suchen nach Pornhub & Co. in die Höhe. PornHub hat mittlerweile Weltweit kostenfreie Premiumaccounts ermöglicht. Sexuelle Befriedigung ist also nach wie vor ein wichtiger Teil des Lebens - jedoch steht der Solospaß aktuell im Fokus.


Telemedizin: Viagra ohne Scham erhalten

Erektionsprobleme sind ein schambehaftetes Thema und Männer gehen nur sehr ungern zum Arzt, um sich behandeln zu lassen. Viele versuchen ihr Glück über illegale Beschaffungswege und setzen sich dabei einem gesundheitlichen Risiko aus. Aktuell sind zudem Arztpraxen überlastet und Mann setzt sich der Gefahr einer potentiellen COVID-19 Infektion aus. An diesem Punkt kann die Telemedizin erfolgreich zum Einsatz kommen: Schamfrei und digital können Behandlungen aufgenommen werden und Männer sicher ihre Erektionsprobleme behandeln.

Quellenangaben

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.
Maria Karl
Maria Karl
Maria ist Content Creator und lockert auf verständliche Art und Weise medizinische Sachverhalte auf. Mit ihrem jungen, erfrischenden Stil kreiert sie Inhalte aller Art und verleiht GoSpring seine Stimme.