1.11.2019
Lifestyle
5 Minuten Lesezeit

Movember Movement: Bärte tragen für den guten Zweck

Jeder Mann kennt ihn. Denn neben dem guten Zweck der dahinter steht, ist er vermutlich die häufigste Ausrede, einmal einen Monat lang die Rasierklinge zur Seite zu legen, und die Stoppeln wachsen zu lassen. Doch wie ist diese Aktion entstanden und was ist das Ziel dahinter?

Wieso heißt es Movember?

Den Namen verdankt der Movember dem französischen Wort „moustache“ auch bekannt als Schnauzbart und dem englischen Begriff November. Doch nomen est omen, wie so oft im Leben. Denn genau darum geht es bei dieser Bewegung: Sich während des kompletten Monats einen Schnauzbart wachsen zu lassen.

Worauf macht der Movember aufmerksam?

Während natürlich alle Krankheiten ihre Aufmerksamkeit verdienen, zielt der Movember darauf ab vor allem Männerkrankheiten wie Prostata- und Hodenkrebs hinzuweisen. Es ist also das männliche Equivalent zu den pinken Schleifen gegen Brustkrebs.

Wie genau funktioniert die Movember Bewegung?

Es geht hier um wesentlich mehr als nur eine Ausrede den Rasierer liegen zu lassen. Ziel ist, seit dem Anfang der Bewegung 2003, vor allem Solidarität zu beweisen und Männer auf das Problem sowie auf die Wichtigkeit der Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen.

Denn hier besteht unter Männern noch viel Nachholbedarf, denn nur etwa 14 % der deutschen Männer nutzen die Möglichkeit eine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch zu nehmen.

Wie bewegt der Schnurrbart etwas?

Männer an die Wichtigkeit der Vorsorge zu erinnern und eine Konversation starten ist auch ein wichtiger Teil um Spenden zu sammeln. Diese kommen in erster Linie Forschungsprojekten zu Gute, die sich um die Erforschung von Krankheiten bemühen, die ausschließlich oder in erster Linie Männer betreffen.

Dazu gehören Hoden- und Prostatakrebs genauso wie Depressionen und bipolare Störungen. Denn auch diese Krankheiten werden in unserer Gesellschaft unter Männern noch häufig tot geschwiegen.

Wie und wo ist die Movember Bewegung entstanden?

Wie so vieles, was erfolgreich ins Leben gerufen wurde, ist auch die November-Bewegung aus einer Kneipenwette entstanden. Im Südaustralischen Adelaide geschah 2003 die heldenhafte Tat: Die Idee zum Movember Movement war geboren. 

Das Thema ist nämlich, dass Männer eigentlich viel weniger Wirbel um ihre Gesundheit machen als Frauen. Dementsprechend wenig erfährt man auch darüber. Außerdem ist es aber auch so, dass die Forschung und Entwicklung geeigneter Therapien davon abhängig ist, wie bekannt das Problem ist um dafür Geld einzusammeln.

Wieso ist die Vorsorgeuntersuchung wichtig?

Geht man aber nicht zum Arzt, wenn er Beschwerden hat, kann man auch nicht therapiert werden oder zumindest leider oft genug nicht rechtzeitig! Das hat nicht nur eine traurige Konsequenz auf das Leben der Betroffenen, sonder macht die Forschung an diesen wichtigen Männerthemen auch noch unwirtschaftlich. Kein Wunder, dass Prostatakrebs die dritthäufigste Todesursache bei Männern ist und täglich in Deutschland etwa 160 Neuerkrankungen festgestellt werden. 

Zeit also, etwas zu tun!

Was kann man machen?

Nach anfänglichen, rein nationalen Erfolgen hat das Movember Movement sich schnell über die Grenzen Australiens verbreitet. Menschen, die im öffentlichen Leben stehen, haben genauso dazu beigetragen wie Du und ich. 

Wenn Du auch mit Deinem Schnauzbart die Aufmerksamkeit auf die wichtigsten Themen der Männergesundheit legen möchtest,ist es nie zu spät anzufangen. Denn schon seit 2012 gibt es in Deutschland viele Männer, die sich an der Bewegung beteiligen, darunter so berühmte Persönlichkeiten, wie der WM-Fussballer Benedikt Höwedes. Aber auch Brad Pitt, Johnny Depp, Jude Law und Orlando Bloom haben es getan: Es ist ganz einfach. 

Registriere Dich unter www.movember.com. Dort kannst Du Deinen eigenen „Mo Space“ einrichten. Nun musst Du nur noch pünktlich am 1.11. zum Rasierer greifen und fleißig die allgemeine Aufmerksamkeit auf Dich und die Aktion lenken. Das kann durch Deine sozialen Medien genauso geschehen, wie durch das persönliche Gespräch mit Kumpels, Kollegen, Nachbarn und Freunden. Ermuntere sie, zu spenden, damit Männer auf der ganzen Welt und vor allem in Deutschland in Zukunft mehr über die männliche Gesundheit erfahren und auf eine bessere und frühzeitigere Therapie ihrer Männerkrankheiten vertrauen können. 

Dokumentiere dazu, am besten täglich, Deine Verwandlung zum „Mo Bro“, wie sich die Schnurrbart-Kollegen gerne scherzhaft nennen und präsentiere Deine Fortschritte der Öffentlichkeit. Fordere Deine Follower zu Spenden und zum Mitmachen auf, damit Spendengelder zusammenkommen. Seit ihrem Start hat die Aktion weltweit inzwischen schon 409 Millionen Euro zusammen gesammelt. Wenn das kein Grund ist, auch dabei zu sein. Wenn jeder Einzelne etwas tut, können wir Großes Bewegen. Für eine bessere Männergesundheit.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.