9.4.2019
Erektile Dysfunktion
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Kann Alkohol Probleme mit der sexuellen Leistungsfähigkeit auslösen?

Alkohol wird oft als Aphrodisiakum gepriesen, aber diese Darstellung stimmt nicht immer mit der Realität überein. Während das Trinken soziale Hemmungen reduziert und die Wahrscheinlichkeit einer geringeren Impulskontrolle erhöhen kann, reduziert Alkohol tatsächlich manchmal auch die sexuelle Leistungsfähigkeit. Es existiert eine große Anzahl an Studien, die deutlich gezeigt haben, dass lang anhaltender Alkoholmissbrauch zu einer sexuellen Dysfunktion führen kann. Doch wie genau wirkt sich Alkohol auf unsere sexuelle Fähigkeit aus?

Alkohols Einfluss auf den Körper

Alkohol ist ein Beruhigungsmittel; während Du trinkst, verlangsamt sich Dein Kreislauf erheblich. Letztendlich hemmen diese Effekte auch die sexuelle Leistungsfähigkeit. Hier ist ein Blick darauf, welche Auswirkungen Alkoholkonsum auf den Körper haben kann:

Unterdrückung des Nervensystem: Atmung, Kreislauf und Nervenenden-Empfindlichkeit werden unterdrückt.

Dehydrierung: Alkohol dehydriert und entzieht den Blut- und Sauerstofffluss, der benötigt wird, um den Genitalien die nötige Sensibilität zu verleihen.

Erektile Dysfunktion: Dehydrierung verursacht ein vermindertes Blutvolumen und erhöhtes Angiotensin, ein Hormon, das mit der Erektilen Dysfunktion verbunden ist. Langfristiger Alkoholmissbrauch kann zu Schäden am Nervensystem führen, das für die Auslösung der Signale verantwortlich ist, die eine Erektion verursachen. Studien haben auch gezeigt, dass längerer Alkoholmissbrauch irreversible Schäden an den Nerven im Penis verursachen kann. Zusätzliche Studien haben gezeigt, dass die Erektile Dysfunktion bei Alkoholabhängigen vorhanden ist, auch wenn sie nüchtern sind.

Vaginale Trockenheit: Dehydrierung durch Alkoholkonsum kann zu vaginaler Trockenheit führen.

Verzögerung oder Verhinderung des Orgasmus: Eine Studie ergab, dass 11 Prozent der Alkoholtrinker Probleme hatten, einen Orgasmus zu erreichen.

Hormon-Disruptor: Alkoholmissbrauch beeinflusst den Hormonspiegel. Alkohol senkt den Testosteronspiegel, was den Sexualtrieb und die Funktionalität beeinträchtigt.

Die sexuelle Reaktion des Körpers

Studien haben gezeigt, dass alle Aspekte der sexuellen Reaktionsfähigkeit des Körpers letztlich durch Alkohol beeinflusst werden. Die häufigsten Auswirkungen sind vorzeitige Ejakulation, geringes sexuelles Verlangen und Erektile Dysfunktion.

Die Forschung hat es auch gezeigt:

Regelmäßiger Konsum von einer zu hohen Menge an Alkohol als was die Leber direkt abbauen kann (ein oder mehrere Standardgetränke pro Stunde), führt zur Bildung von Giftstoffen im Körper, die letztlich zu klinischen Anzeichen einer sexuellen Dysfunktion führen kann. 61 % bis 72 % aller Alkoholabhängigen leiden unter einer sexuellen Dysfunktion. Man kann daher rückschließen, dass die Menge an Alkohol, die konsumiert wird, ein Indikator für die Entwicklung von sexuellen Dysfunktionen ist, und daher schwereres Trinken das Risiko einer sexuellen Dysfunktion signifikant erhöht.

Ist die sexuelle Dysfunktion dauerhaft?

Wie bei allen anderen missbrauchten Substanzen besteht die einzige Möglichkeit, negative körperliche und geistige Auswirkungen zu verhindern, im Verzicht auf den Gebrauch. Sobald der Körper frei von Alkohol ist, kann auch ein positiver Regenerationsprozess ausgelöst werden, sodass die Nebenwirkungen und Symptome nicht mehr zu einer verschlechterten sexuellen Leistungsfähigkeit beitragen.

Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass mehrere Studien gezeigt haben, dass alkoholbedingte sexuelle Dysfunktion reversibel ist. Wenn Du also dauerhaft etwas gegen Erektionsprobleme machen möchtest, versuche Deinen Alkoholkonsum einzuschränken oder ganz zu verzichten.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.