Haarausfall
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Juckende Kopfhaut: Was kann ich dagegen tun?

Eine trockene, juckende Kopfhaut hat schon viele Männer an den Rand der Verzweiflung getrieben. Hausmittel und die richtigen Pflegeprodukte können hier Linderung verschaffen. Erst wenn das Kopfjucken länger bleibt, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Autor:
Tabea Lange
Geprüft von:
Aktualisiert:
28.4.2020
Hand kratzt auf der Haut | Kristina Nor - Pexels
Hand kratzt auf der Haut | Kristina Nor - Pexels

Juckende Kopfhaut – Was ist das?

Die Kopfhaut ist eine der empfindlichsten Regionen des Körpers und reagiert entsprechend stark auf externe wie interne Einflüsse. Sonne, Kälte, falsche Pflegeprodukte aber auch Erkrankungen, hormonelle Veränderungen oder Stress - das alles kann zu Trockenheit, Schuppenbildung und Kopfjucken führen. Befragungen haben ergeben, dass über 40% der Bevölkerung unter einer solchen empfindlichen Kopfhaut leiden, wovon 25% über Kopfjucken klagen¹.

Kopfjucken kann für die Betroffenen sehr unangenehm sein. Denn die natürliche Reaktion auf eine extrem juckende Kopfhaut ist das Kratzen an den betroffenen Stellen, was zu Schädigungen der Kopfhaut und einer Verstärkung der Symptomatik führt. Die Folgen: rote juckende Kopfhaut, Schwellungen, Spannungsgefühle, Schmerzen, Erwärmung und Schuppen.

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Die Kopfhaut
Die Kopfhaut besteht, wie unsere restliche Haut auch, aus mehreren Schichten. Während in den tieferen Schichten stetig neue Zellen gebildet werden, werden an der Hautoberfläche die alten und abgestorbenen Zellen abgestoßen. In der Kopfhaut selbst sitzen Haarwurzeln, Talg- und Schweißdrüsen, Immunabwehrzellen und Nerven. Diese Bestandteile sind für den Flüssigkeitsaustausch, die Sinneswahrnehmung und den Temperaturregulation zuständig.

Folgen trockener und juckender Kopfhaut

Dass extrem juckende Kopfhaut dazu verleitet, an der Kopfhaut zu kratzen, ist verständlich. Allerdings ist genau diese Reaktion fatal: Denn durch das Kratzen werden die Struktur und Prozesse der Kopfhaut gestört und die Symptome des Kopfjuckens verstärken sich. Hinzu kommen weitere Symptome wie Schuppen oder Trockenheit. Viele kratzen sich die juckende Kopfhaut sogar blutig und reißen sich die entstandenen Wunden immer wieder auf. Die Folge: unschöne, blutige Risse und Wunden auf dem Kopf, schmerzende Entzündungen, Superinfektionen mit anderen Krankheitserregern und Narbenbildung. Das alles hat auch Auswirkungen auf die Haarwurzeln, sodass im schlimmsten Fall die Haare an den betroffenen Stellen ausfallen können.

Neben der körperlichen Gesundheit leidet auch die Psyche erheblich unter stark juckender Kopfhaut. Ständiges Kopfjucken stiehlt uns Schlaf und Entspannung und kann zu Gereiztheit, Verzweiflung und Depression führen. Die Reaktion anderer auf das Kratzen der Kopfhaut kommt erschwerend hinzu: Viele reagieren mit Ablehnung oder sogar Ekel. In der Folge kann es zu Scham, Ausgrenzung und sozialer Isolation der Betroffenen kommen.

Was hat eine juckende Kopfhaut mit Haarausfall zu tun?

Juckende Kopfhaut und Haarausfall können Hand in Hand gehen. Dabei kann der Juckreiz die Ursache für den Haarausfall oder aber ein Symptom des Haarausfalls sein.

Juckende Kopfhaut führt im Normalfall zu starkem Kratzen der Kopfhaut. Dabei werden die Bestandteile der Kopfhaut angegriffen oder sogar zerstört - unter anderem auch die Haarfollikel und Haarschäfte. Die Folge kann mechanisch bedingter Haarausfall sein. Je nach Ursache des Kopfjuckens werden auch ohne das Kratzen die Haarfollikel angegriffen - etwa bei Dermatophytose-Infektionen.

Kopfjucken muss nicht Ursache für Haarausfall sein, sondern stellt teilweise einfach ein Symptom von Haarausfall dar. Etwa kommen bei herdförmiger Alopezie, welche die Folge einer Infektionen der Kopfhaut sein kann, Schmerzen und Juckreiz der Kopfhaut vor. Ähnliche Symptome zeigen sich bei vernarbendem Haarausfall. 

Wenn bei Dir juckende brennende Kopfhaut und Haarausfall gemeinsam auftreten, solltest Du wachsam sein und am besten einen Arzt aufsuchen. Denn wenn Du den Haarausfall, die juckende Kopfhaut sowie deren Ursache nicht früh genug in Angriff nimmst, kann es vielleicht schon zu spät für Deine Haarpracht sein!

Juckende Kopfhaut Ursachen

Schuppen und Trockenheit sind vielfältig und reichen von falscher Pflege über Allergien bis hin zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen. Deshalb ist es umso wichtiger, bei Kopfjucken auf Ursachenforschung zu gehen. Dafür reicht meist bereits ein genauer Blick auf die Kopfhaut.

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Wie entstehen Schuppen
Was eine übermäßige Schuppenbildung hervorruft, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ein begünstigender Faktor scheint jedoch eine Störung der Talgdrüsenfunktion zu sein. Diese Drüsen produzieren (wie der Name schon sagt) Talg. Das fettige Sekret verhindert die Austrocknung der Kopfhaut und hält sie elastisch, geschmeidig und gesund. Bei einer gestörten Talgproduktion wird entweder zu viel oder zu wenig dieses Sekretes hergestellt. Ist zu viel Talg vorhanden, sind Kopfhaut und Haare ölig und fettig. Wird hingegen zu wenig Talg produziert, hat man eine trockene und empfindliche Kopfhaut. Die Folgen sind Kopfjucken, Schuppen und Entzündungen. Zusätzlich zu der gestörten Talgproduktion stehen auch Krankheiten wie Parkinson, das Immunsystem, Hormone, genetische Veranlagung und externe Einflüsse wie Stress unter Verdacht, die Schuppenbildung zu fördern.


Schuppen: Seborrhoisches Ekzem

Eine übermäßige Schuppenbildung führt häufig zu einer erhöhten Anzahl an Hefepilzen namens „Malassezia furfur“². Diese Hefepilze sind eigentlich Teil der gesunden Hautflora. Sind Hautbarriere und Immunsystem jedoch geschädigt und übermäßig viele Schuppen auf der Kopfhaut, explodiert die Anzahl dieser Pilze. Entzündungen wie das Seborrhoisches Ekzem sind die Folge³. Dieses Ekzem zeigt sich in Form von roter juckender Kopfhaut und weiß-gelblichen Flocken und Klumpen von abgestorbener Haut. Das Seborrhoische Ekzem kann sich neben der Kopfhaut auch in den Augenbrauen oder im Gesicht ausbreiten.

Neurodermitis auf der Kopfhaut

Neurodermitis (atopisches Ekzem) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, bei der die Schutzfunktion der Haut herabgesetzt ist. Dadurch führt der Kontakt mit Keimen, physikalischen oder chemischen Reizen bei Neurodermitis-Patienten sehr leicht zu Entzünden. Neurodermitis auf dem Kopf führt zu extrem juckender Kopfhaut. Hinzu können Haarausfall sowie Schmerzen beim Kämmen oder jeder anderen Art von Berührung der Kopfhaut kommen. Jede Art von Belastung der Kopfhaut - zum Beispiel durch Styling (Färben, Föhnen etc.) oder ein zu warmes Klima, kann die Neurodermitis deutlich verschlechtern.

Dermaphytose: Juckende Kopfhaut durch Pilz

Pilzerkrankungen können alle Bereiche des Körpers befallen. Besonders häufig sind neben den Schleimhäuten auch Hautbereiche betroffen, die keratinhaltige Strukturen - also Nägel oder Haare - ausbilden. Bei Pilzerkrankungen auf der Kopfhaut spricht man von einer Tinea capitis. Auslöser sind beim Menschen meist folgende Pilze: Trichophyton, Epidermophyton und Microsporum. 

Eine besondere Art der Pilzerkrankungen, ausgelöst durch einen Pilz namens Trichophyton Rubrum, ist die Dermatophytose. Sie wird über direkten Körperkontakt von Mensch zu Mensch oder durch Tiere übertragen. Neben Juckreiz zeigen von der Dermatophytose betroffene Personen auch Symptome wie Rötungen oder Blasenbildung auf der Kopfhaut. Unbehandelt kann der Pilz von den oberen Hautschichten bis tief in die Haarfollikeln wandern und zu erheblichen Haarausfall führen.

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❗Achtung:
Bei einer Pilzinfektion ist es sehr wichtig, nicht an der Kopfhaut zu kratzen. Durch das Aufkratzen der Haut können die Pilzsporen nämlich in tiefere Hautschichten eindringen und dort weitere Entzündungen - im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung - auslösen.


Juckende Kopfhaut durch Läuse, Milben und Co.

Extrem juckende Kopfhaut ist typisch für einen Befall mit Parasiten wie Milben, Kopfläusen oder Flöhen. Diese Parasiten fügen unserer Kopfhaut kleinste Verletzungen zu, um an unser Blut zu kommen. Die zurückbleibenden kleinen, juckenden, rötlichen Schwellungen lösen bei uns starkes Kopfjucken hervor. Grund ist der Speichel, den die Parasiten beim Biss in unsere Haut abgeben. Ein Parasitenbefall zeigt sich besonders häufig im Kindesalter, kann jedoch auch Erwachsene betreffen.

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Faktencheck ✔
Es gibt viele Mythen über Kopfläuse. So meinen manche, dass Kopfläuse nur in schmutzigen Haaren leben, springen können und besonders gerne lange Haare mögen. Das ist jedoch Quatsch. Kopfläuse können jeden befallen. Dafür krabbeln sie von einem Kopf auf den anderen. Voraussetzung ist also ein enger Kopfkontakt.

Kopfjucken als allergische Reaktion

Genau wie alle anderen Partien der Haut allergische Reaktionen entwickeln können, kann auch die Kopfhaut empfindlich auf die verschiedensten Stoffe reagieren. Schuld für eine solche Kontaktdermatitis sind meist Reizstoffe, Allergene, Sensibilisatoren und Duftstoffe spezieller Pflege- oder Stylingprodukte. 

Hinweis auf eine Allergie ist ein sehr plötzliches Auftreten des Kopfjuckens. Eine vorangegangene Umstellung der Pflegeprodukte ist dabei kein Muss, denn selbst bei langjährig verwendeten Produkten kann es zu einer plötzlichen Unverträglichkeit kommen. 

Juckende Kopfhaut - Hormone

Hormone sind unter anderem für die Produktion natürlicher Öle im Körper verantwortlich. Eines dieser Öle ist Talg, welches auf der Kopfhaut eine wichtige Rolle für die Feuchtigkeitsbalance von Kopfhaut und Haaren spielt. Bei hormonellen Veränderungen oder Störungen - etwa in der Pubertät - kann es jedoch zu einer Über- oder Unterproduktion der Talgdrüsen kommen. Reagiert eine Person zusätzlich sensibel auf Ölsäure, fängt die Kopfhaut an zu jucken und zu schuppen.

Kopfjucken durch Stress

Bei übermäßigem Stress werden Hormone wie Adrenalin ausgeschüttet, durch welche sich die Muskeln im gesamten Körper verstärkt anspannen. Dadurch kann es unter anderem auch zu Verspannungen der Kopfhaut kommen. Kopfschmerzpatienten weisen gegenüber Kontrollpersonen eine signifikant höhere Druckempfindlichkeit der Kopfhaut auf.⁴  Auch brennende juckende Kopfhaut kann die Folge der Anspannung sein.

Dieser Prozess kann zu einer bisher wenig erforschten Krankheit kommen - der sogenannten Trichodynie, was so viel bedeutet wie “schmerzende Haare”. Diese ist durch Empfindungsstörungen an der Kopfhaut geprägt und eine weitere Ursache von Kopfjucken. Die Symptome reichen von einem leichten Kribbeln des Kopfes über schmerzhaftes Brennen bis hin zu Haarausfall und Spannungskopfschmerzen. Veränderungen der Kopfhaut zeigen sich - abgesehen von den Folgen des Kratzens - bei der Trichodynie nicht. 

Reste von Pflegeprodukten führen zu Kopfjucken

Nicht alle Pflegeprodukte bringen den erwünschten Effekt - ganz im Gegenteil: Einige Produkte können Kopfhaut und Haare gar austrocknen und angreifen. Schuld daran sind die Inhaltsstoffe der Pflege- oder Stylingprodukte. Umso wichtiger ist es daher, die Produkte schnell und gründlich mit klarem Wasser auszuspülen und nicht zu lange auf der Kopfhaut verbleiben zu lassen. 

Besonders fatal sind Silikone, welche nach einiger Zeit der Anwendung Produktreste auf der Kopfhaut bilden. Diese Produktreste beinhalten Allergene, Reizstoffe und Sensibilisatoren. Dringen diese Inhaltsstoffe in die Kopfhaut ein, versucht die Haut die Stoffe wieder auszuscheiden und es kommt zu Reizungen und Juckreiz. 

Juckende Kopfhaut durch externe Reize

Auch äußere Einflüsse sind als Ursachen für juckende Kopfhaut zu nennen. Dabei können sowohl mechanische Reizungen - etwa durch das Tragen von Hüten, Mützen oder Helmen - als auch chemische Beeinträchtigungen - insbesondere durch Shampoos, Haarfärbemittel, Haarspray und Haargel - ein verstärktes Kopfjucken hervorrufen. Verantwortlich sind dabei meist durch die externen Einflüsse bedingte Entzündungen der Haut. Auch extrem hohe oder tiefe Temperaturen reizen die Kopfhaut und trocknen sie aus. Deshalb kann es insbesondere im Winter, wo die Luft sehr trocken und kalt ist, zu stark juckender Kopfhaut kommen.

Histamin und Kopfjucken

Eine weitere Ursache für Kopfjucken kann ein Überschuss an Histamin sein⁵. Dieser Botenstoff verursacht ein über die Nervenfasern der Haut an das Gehirn weitergeleitetes Signal. Dieses kann eine juckende, brennende Kopfhaut zur Folge haben. Ein Histamin-Überschuss kann durch bestimmte Lebensmittel - etwa Rotwein oder Milchprodukte - bedingt sein.

Wann mit juckender Kopfhaut zum Arzt?

Wenn die Kopfhaut nur für kurze Zeit juckt, reicht oftmals bereits der Gang zu einer Apotheke oder die Umstellung der Pflege- und Stylingprodukte. Dauern die Symptome aber über einen längeren Zeitraum an und sind von Schmerzen, Ausschlag oder Entzündungen begleitet, solltest Du einen Arzt - am besten einen Dermatologen - aufsuchen. 

Der Arzt geht meist direkt auf Ursachenforschung. Um einen Eindruck vom Hautbild zu bekommen und einige Erkrankungen ausschließen zu können, reicht meist bereits der genaue Blick auf die Kopfhaut. Zusätzlich können Allergietests und Laboruntersuchungen der Haut zum Einsatz kommen. Je nach Befund kann der Arzt selbst eine Behandlung einleiten oder Dich an einen anderen Facharzt überweisen.

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❗Achtung
Verwende niemals unverdünntes Teebaumöl auf deiner Kopfhaut. Teste Deine Verträglichkeit gegenüber des Öls, bevor Du es großflächig verwendest. 

Kokosöl: 

Kokosöl spendet Feuchtigkeit und wirkt antiviral und antibakteriell⁹. 

Anwendung: Massiere das Kokosöl nach dem Haarewaschen auf Deine Kopfhaut, lass es eine halbe Stunde einwirken und spüle es anschließend mit einem milden Shampoo aus.

✔ Backpulver: 

Backpulver wirkt antibakteriell und kann die Kopfhaut auf eine natürliche Art und Weise von Schuppen¹⁰ oder Pilzen befreien.

Anwendung: Mische einen Esslöffel Backpulver mit einem Esslöffel Wasser. Gebe zuerst etwas Pflanzenöl auf Deine Kopfhaut und massiere anschließend die Backpulver-Paste in die Kopfhaut ein. Lass das Backpulver 10 - 15 Minuten einwirken und spüle es dann gründlich aus.

Weitere Hausmittel gegen juckende Kopfhaut sind Olivenöl sowie selbstgemachte oder in der Apotheke bestellte Tinkturen aus Wacholderbeeröl, Rosmarinöl und Nachtkerzenöl. Auch eine selbstgemachte Spülung aus Brennnesseltee und dem antibakteriellen Apfelessig, welche in einem Verhältnis von 2:1 zusammengerührt wird, soll sich bei juckender Kopfhaut bewähren. Ebenfalls hilfreich: Das Baden im Salzwasser.

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❗Wissenschaftlich bewiesen sind diese Hausmittel für juckende Kopfhaut nicht.

Juckende Kopfhaut Shampoo

Du suchst ein Shampoo gegen juckende Kopfhaut? Da wirst du mit Sicherheit fündig: Auf dem Markt existieren zahlreiche Shampoo-Hersteller, die damit werben, Schuppen, Trockenheit und Juckreiz zu mildern. 

Bei dem Kauf Deines neuen Shampoos solltest Du auf einiges achten - denn nicht jedes dieser Shampoos ist wirklich für Deine juckende Kopfhaut geeignet. Hier die wichtigsten Aspekte:

✘ keine Silikone

Silikone verschließen die Kopfhaut und sind gesundheitlich bedenklich. 

✘ keine Sulfate

Sulfate können die Kopfhaut irritieren und waschen natürliche Öle von der Kopfhaut.

✘ keine künstlichen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe 

Diese Stoffe können die Kopfhaut austrocknen und Allergien auslösen.

✔ natürlicher pH-Wert

Der natürliche pH-Wert der Kopfhaut beträgt 5,5 und liegt somit im leicht sauren Bereich. Shampoos mit diesem pH-Wert greifen den Schutzfilm der Kopfhaut nicht an und sind somit sehr schonend.

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Warum ein neues Shampoo zulegen?
➔ viele Shampoos sind zu aggressiv und reinigen die Kopfhaut zu stark

➔ viele Shampoos reizen die Kopfhaut durch schädliche Inhaltsstoffe

➔ viele Shampoos spenden der Kopfhaut nicht genügend Feuchtigkeit / trocknen aus


Es kann einige Wochen dauern, bis sich Deine Haare an das milde Shampoo gegen juckende Kopfhaut gewöhnt haben. Etwa können die Haare zeitweilig stumpf und trocken wirken. Sind die Silikonreste und Schadstoffe jedoch vollständig verschwunden, wird sich Dein Haar auch wieder regenerieren.

Im Gegensatz zu Deinen Haaren wird Deine Kopfhaut sofort von der Shampoo-Umstellung profitieren und das Kopfjucken wird hoffentlich schnell nachlassen. Um Deine Kopfhaut langfristig zu schützen, solltest Du Dein Leben Lang auf milde, natürliche und hautneutrale Shampoos zurückgreifen.

Shampoo für juckende Kopfhaut: Test

In einem Test von Style Collect¹¹ wurden 7 Shampoos gegen juckende Kopfhaut zusammengestellt, die aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und Bewertungen der Leser ausgewählt wurden. Die 3 besten Shampoos gegen juckende Kopfhaut waren im Test:

➊ Australian Bodycare Teebaumöl Shampoo

➋ L’Oréal Professionnel Serie Expert Sorbitol Sensi Balance Shampoo

➌ Sebamed Trockene Haut 5% Urea akut Shampoo

Die Shampoos sind teils in der Apotheke, teils im Internet und teils sogar im Drogeriemarkt erhältlich - etwa kannst Du das Sebamed Trockene Haut 5% Urea akut Shampoo für trockene Kopfhaut im dm kaufen.

Kann man juckende Kopfhaut vorbeugen?

Wenn Du juckende Kopfhaut vorbeugen willst, solltest Du bei Deiner Haarpflege einiges beachten:

Nutze natürliche, milde und hautneutrale Haarshampoos!

Sorge für eine regelmäßige Belüftung der Kopfhaut & meide enge Mützen und Co!

Schütze Deine Kopfhaut vor Extremtemperaturen, z.B. durch zu heißes Föhnen!

Schütze Deine Haare vor der Sonne, z.B. durch Sonnenschutzspray

Verwende Haarsprays, Haargel und Haarkuren nur in Maßen!

Wasche Deine Haare nicht zu oft!

Gib Dir ab und zu eine Kopfmassage!

Vermeide Stress!

Nimm genug Flüssigkeit zu Dir!


Quellenangaben

¹Misery, L., Sibaud, V., Ambronati, M., Macy, G., Boussetta, S., & Taieb, C. (2008). Sensitive scalp: does this condition exist? An epidemiological study. Contact dermatitis, 58(4), 234-238.

²Harding, C. R., Moore, A. E., Rogers, S. J., Meldrum, H., Scott, A. E., & McGlone, F. P. (2002). Dandruff: a condition characterized by decreased levels of intercellular lipids in scalp stratum corneum and impaired barrier function. Archives of dermatological research, 294(5), 221-230.

³Fischer, T. W. (2019). Wenn die Kopfhaut juckt. hautnah dermatologie, 35(1), 28-33.

⁴Baron J, Ruiz M, Palacios-Cena M et al (2016) Differences in topographical pressure pain sensitivity maps of the scalp between patients with migraine and healthy controls. Headache 57(2):226–235

⁵Rukwied, R. (2017). Physiologie der Kopfhaut. Der Hautarzt, 68(6), 431-436.

⁶https://dermatologie-oldenburg.de/leistungen/lichttherapie/

⁷Reichling, J., Iten, F., & Saller, R. (2003). Australisches Teebaumöl (Melaleuca aetheroleum). phytotherapie, 3, 32.

⁸Reichling, J., Iten, F., & Saller, R. (2003). Australisches Teebaumöl (Melaleuca aetheroleum). phytotherapie, 3, 32.

⁹Vala, G. S., & Kapadiya, P. K. (2014). Medicinal benefits of coconut oil. International Journal of Life Sciences Research, 2(4), 124-126.

¹⁰Küster, W. (Ed.). (2001). Handbuch für Eltern und Betreuer von Kindern mit Ichthyose. SI.

¹¹https://www.stylecollect.de/shampoo-juckende-kopfhaut/#Kurzuebersicht_Die_3_besten_Shampoos_gegen_juckende_Kopfhaut_im_Test

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.
Tabea Lange
Tabea Lange
Tabea Lange ist Content Creator bei GoSpring und macht medizinisches Fachjargon verständlich und greifbar für jederMann. Dabei lässt sie regelmäßig das Hintergrundwissen aus ihrem Psychologie-Studium einfließen. Thematisch deckt sie eine große Brandbreite an interessanten Themen ab - von sexuellen Funktionsstörungen über Haarausfall bis hin zur Analyse der Telemedizin.