28.6.2019
Health Insights
5 Minuten

hello Summer, hello Sunshine!

Der Sommer ist da. Mit den ersten warmen Tagen füllen sich die Eisdielen und Biergärten und es riecht überall herrlich nach Chlorwasser und Grill. Neben dem leckeren Würstchen auf dem Grill brutzeln auch wir vor uns hin – in den angenehmen Strahlen der Sonne. Je braungebrannter wir sind, desto besser. Denn ein gebräunter Teint wird heutzutage mit Gesundheit und Wohlstand assoziiert. Und mal ehrlich, wer genießt nicht das Gefühl, sich von den belebenden Sonnenstrahlen wärmen zu lassen?

Doch nicht nur unsere Hautfarbe verändert sich mit den ersten Sonnentagen. Auch unsere Stimmung scheint sich zu wandeln - wir werden aktiver und besser gelaunt.

Macht die Sonne uns tatsächlich glücklicher?

Ja, denn Sonnenlicht ist der stärkste Zeitgeber des sogenannten circadianen Systems. Es steuert unsere biologische Uhr, den Schlaf-Wach-Zyklus, die Körpertemperatur und den Hormonhaushalt. Helles Licht unterdrückt außerdem die Produktion und Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin: es kommt zu einem niedrigen Melatoninspiegel und einem steigenden Spiegel des Gute-Laune-Hormons Serotonin. Das Ergebnis ist eine verbesserte Stimmung und ein gesteigerter Antrieb.

Ist Sonne dann auch gesund für den Körper?

Jein. Verbrennt man sich zu oft oder verbringt zu viel Zeit in der prallen Sonne, können die angenehmen Strahlen der Sonne zu einer wahren Bedrohung werden. Denn die UV-Strahlung schädigt das Erbgut der Hautzellen, was Hautkrebs zur Folge haben kann. Dabei verläuft insbesondere schwarzer Hautkrebs häufig tödlich. Zusätzlich kann Sonnenstrahlung das Immunsystem schwächen, die Augen schädigen und eine vorzeitige Hautalterung bewirken.

Doch obwohl die Sonne ein extremes Gesundheitsrisiko darstellt:
Sonnenanbeterinnen leben länger als jene, die die Sonne meiden. Dies wurde in einer schwedischen Studie (2016) beobachtet.

Wie kann das sein?

Durch Sonnenstrahlen wird vermehrt Vitamin D in der Haut gebildet. Vitamin D ist ein wichtiger Baustein des Immunsystems und kann zum Beispiel Autoimmunkrankheiten und Herzkrankheiten vorbeugen.

Was passiert also, wenn wir nicht genug Sonnenstrahlen abbekommen?
Besteht ein Vitamin D Mangel kann dies die Gesundheit stark beeinträchtigen. Dies zeigte sich erstmalig im Indus­triezeitalter, indem viele Kinder nur selten die Sonne sahen. In dieser Zeit verbreitete sich insbesondere in den engen Großstädten die "englische Krankheit". Die Kinder waren schwach und ihre Knochen waren weich. Schuld war der Vitamin D Mangel. Auch im späteren Alter kann es bei zu wenig Vitamin D zu Knochenschwund kommen.

 

Auch bei Bewohnern nördlicher Regionen oder bei Teilnehmern von Polarexpeditionen zeichnen sich negative Auswirkungen des mangelnden Sonnenlichts ab. Die Betroffenen zeigen nachlangen, dunklen Wintermonaten Leistungsschwäche, Haltungsverfall, erniedrigten Blutdruck, niedrige Blutzuckerwerte, Haarausfall und Schlaflosigkeit.

Auch die sexuellen Funktionen werden durch die Sonne beeinflusst: So verspüren die Bewohner des Nordens (Schweden, Norweger, Finnen) in den Wintermonaten weniger sexuelle Lust als im Sommer. Der hohe Melatoninspiegel in diesen Monaten hemmt außerdem den Eisprung, sodass es im Winter schwieriger ist Kinder zu empfangen.

Doch auch unsere Psyche kommt nicht so gut ohne die Sonne aus. Viele Menschen fühlen sich nach den langen Monaten des Winters antriebslos, schlapp und hundemüde – sie leiden unter der Winterdepression. Erst mit den warmen Sonnenstrahlen im Frühling verschwinden die Symptome wieder – jedoch meist nur bis zum nächsten Winter.

Was denn jetzt? Sollst Du in die Sonne oder nicht? 

Wie sie oft gilt: Die Dosis macht das Gift. Deine Psyche und Deine Gesundheit profitieren auf jeden Fall von der Sonne. Wenn Du Dich jedoch rot und braun brätst, hast du nicht viel davon. Denn dadurch schießt das Risiko an Hautkrebs zu erkranken in die Höhe. Durch Sonnenschutzmaßnahmen wie schützende Kleidung, das Vermeiden der Mittagssonne und Sonnencreme kannst du diese Risiken jedoch eindämmen.

Also: Ab in den Süden, jedoch nicht die Sonnencreme vergessen!

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.