25.5.2019
Haarausfall
5 Minuten

Diffus oder kreisrund? Was ist der Unterschied?

So viele Menschen es gibt, so viele Haarprobleme gibt es. Während der eine Zeitgenosse damit zufrieden ist, seine Haare kurz und die Frisur damit praktisch zu halten, zelebriert der andere einen regelrechten Haarkult. Doch was ist, wenn die Haare immer dünner werden oder beginnen auszufallen?

Wir definieren unsere Attraktivität über die Haare

Yul Brynner und Telly Savalas waren die berühmten Vorreiter und Vin Diesel, Dwayne Johnson und Co. machen es ihnen nach: Glatze ist heutzutage durchaus eine begehrte Alternative zur vollen Mähne. Allgemein ist sogar zu erkennen, dass es immer weniger Männer gibt, die üppiges, langes Haar tragen. Die Zeit der schneidigen Typen mit stets perfekt sitzender Fönfrisur scheint jedenfalls vorbei.

Doch nichtsdestotrotz ist nicht jeder Mann glücklich damit, wenn ihm die Haare ausfallen, vor allem dann nicht, wenn er noch sehr jung ist. Denn Haarausfall, zum Teil erheblicher, kann schon mit Ende der Pubertät eintreten, und das ist gar nicht mal so selten. Die bekannteste Form ist fast reine Männersache: der erblich bedingte Haarausfall, auch adrogenetische Alopezie genannt.

In diesem Blogbeitrag möchten wir uns jedoch zwei anderen Formen des Haarausfalls widmen, dem diffusen und dem kreisrunden Haarausfall.

 

Woran du kreisrunden Haarausfall erkennst

Der kreisrunde Haarausfall, auch die alopecia areata genannt, hat diesen Namen durch seine besonderen Kennzeichen. Bist du von dieser Form des Haarausfalls betroffen, wirst du plötzlich kahle Stellen auf dem Kopf entdecken, die mehr oder weniger perfekt rund geformt sind.

Vor allem Menschen unter 40 Jahren stellen bei sich ein oder auch mehrere Male fest, dass Ihnen an klar begrenzten Stellen Haare fehlen. So ganz genau weiß man bis heute nicht, wo diese Form des Haarausfalls ihren Ursprung hat. Als sicher gilt, dass Stress und Entzündungsprozesse im Körper Auslöser dieses Haarverlustes sein können. Eventuell sind auch genetische Komponenten mit für diese Art des Haarausfalls verantwortlich. Ob Immunreaktionen des eigenen Körpers ebenfalls eine Rolle dabei spielen, werden kommende Studien hoffentlich belegen können.

Doch Hoffnung besteht, denn meist ist dieser Haarausfall nicht von Dauer. Viele Betroffene stellen schon nach einigen Wochen erleichtert fest, dass die Haare wieder nachwachsen.

 

Der diffuse Haarausfall als morgendlicher Schrecken

Der diffuse Haarausfall kann beide Geschlechter gleichermaßen betreffen. Hier sind es nicht die Geheimratsecken oder die Glatze am Hinterkopf, die als erste Anzeichen für den Haarausfall auftreten, vielmehr beginnt das Haar gleichmäßig am ganzen Kopf vermehrt auszufallen.

Trotzdem musst auch du nicht gleich in Panik verfallen, wenn du ein paar ausgefallene Haare an Kamm oder in der Bürste entdeckst. Denn jeder Mensch verliert täglich eine beachtliche Menge an Haaren. Zwischen 20 und 100 gelten als normal. Denn so viele können im gleichen Zeitraum auch wieder nachwachsen. Zum natürlichen Haarzyklus gehört nämlich, dass die Haarfollikel, also die Produzenten und Träger unserer Haare, einem gewissen Rhythmus unterliegen. 85% all unserer Haare befinden sich in der Wachstumsphase, während etwa ein Prozent sich in einer Art Ruhephase befindet. Anschließend erfahren alle Haare irgendwann einmal das gleiche Schicksal: Sie fallen aus. Dieses Stadium durchlaufen stets etwa 14% unserer Haare. Dabei handelt es sich um Haare, die ihre Stoffwechselaktivität beendet haben. Ihr natürlicherLebenszyklus endet, so dass sie ausfallen. Doch im gleichen, gesunden Follikel wächst sofort ein neues Haar nach. Einige Haare zu verlieren, ist also eigentlich nichts Ungewöhnliches. Solange dein Haar gleichmäßig voll ist und vor allem voll bleibt.

Bemerkst du jedoch auf einmal, dass sehr viel mehr Haare als üblich im Kamm hängen, und siehst du auf einmal durch dein Haar die Kopfhaut schimmern, dann solltest du unbedingt deinen Arzt aufsuchen.

Mit ihm kannst du dann auf Ursachensuche gehen. Eine Funktionsstörung deiner Schilddrüse wäre möglich. Auch Stress und schwere psychische Belastungen können dir die Haare ausfallen lassen, genauso wie Schwankungen im Hormonsystem.

Dass wir Männer uns nicht immer sehr gesundheitsbewusst ernähren, ist nicht nur ein Gerücht. Wenn deine Ernährung sehr zu wünschen übrig lässt, kann es zu Mangelzuständen im Körper kommen. Vor allem zu wenig Zink und Eisen können zu diffusem Haarausfall führen. Nimmst du regelmäßig Medikamente zu dir, sollte dein Arzt auch diese Liste genau unter die Lupe nehmen. Denn Gerinnungshemmer, wie sie oft vorbeugend für Herzinfarkt und Schlaganfall eingenommen werden, können zu diffusem Haarausfall führen. Ein ganz großer Klassiker sind natürlich auch chemotherapeutische Medikamente. Praktisch jeder kennt den typischen Anblick von Patienten, denen nicht nur das Haupthaar, sondern meist die komplette Behaarung fehlt.

Nimmst du Hormonpräparate, gleich welcher Art, solltest du dies deinem Hausarzt nicht verschweigen. Denn auch sie können der Grund dafür sein, dass du unter diffusem Haarausfall leidest.

Ist die Ursache dieses Haarausfalls behoben, kann das Haarschnell und vor allem dicht wieder nachwachsen und schon bald sieht man nichtsmehr vom diffusen Haarausfall.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.