27.8.2019
Health Insights
6 Minuten

Die wichtigsten Informationen rund um den Blutdruck.

Immer wieder hört man, wie wichtig der Blutdruck ist. Herzprobleme, E.D., vorzeitiger Tod, Schlaganfall - das sind die immer wieder gehörten Schlagwörter zum Thema. Doch Hand aufs Herz: Weißt Du eigentlich, was es mit dem Blutdruck auf sich hat?

Was ist eigentlich der Blutdruck

Jeder Mann hat etwa fünfeinhalb Liter Blut in seinem Körper. Es bewegt sich ständig in unseren Blutgefäßen durch den Organismus und hat dabei viele Aufgaben:

•    Versorgung des Organismus mit Sauerstoff und Nährstoffen

•    Regelung und Aufrechterhaltung der Körpertemperatur

•    Verteilung von Hormonen und anderen Botenstoffen, also Informationstransport

•    spezielle Blutzellen sind wesentlicher Bestandteil des Immunsystems

•    spezielle Eiweiße und Zellen im Blut, können Schäden an den Gefäßwänden verschließen und damit einen zu großen Blutverlust verhindern.

Das Herz spielt hier eine zentrale Rolle, es wirkt als Pumpe, um das Blut immer und immer wieder auf seinen Weg durch den Körper zu schicken - 24/7, ein Leben lang. Zuverlässig und sogar anpassungsfähig öffnet und schließt es seine Klappen und kontrahiert, damit das Blut stetig durch die Gefäße wandert. 

Was bedeuten die Zahlen beim Blutdruck?

In unseren Blutgefäßen herrscht immer ein gewisser Grund-Druck und dieser ist auch lebensnotwendig. Man spricht bei diesem Druck vom diastolischen Wert oder auch vom unteren Wert. Diesen Namen hat er, weil er niedriger ist als der systolische Druck, der während der Anspannungs- und Auswurfphase des Herzens besteht. Dieser „obere“ Wert wird wiederum systolischer Wert genannt.

Der diastolische Wert ist niedriger, da er in der Zeit entsteht, in der das Herz entspannt, um sich mit Blut zu füllen. Der„untere“ Wert eines gesunden Menschen liegt zwischen 80 und 89 mmHg.

Der „obere“ Wert eines gesunden Erwachsenen beträgt dagegen zwischen 110 und 130 mmHg.

Übersicht Blutdruckwerte. Wann spricht man von einem normalen Blutdruck?

An dieser Tabelle siehst Du, dass der Blutdruck eine sehr individuelle Angelegenheit ist. Während sich manche Menschen schon von früher Jugend an immer an der Obergrenze der Normalwerte bewegen, haben andere eher niedrigen Blutdruck, der zum Teil erheblich unter den Normalwerten liegt.

Wovon hängt es ab, ob der Blutdruck hoch oderniedrig ist?

Es gibt eine ganze Reihe an Faktoren, die den Blutdruck bestimmen:

•    die Elastizität der großen Blutgefäße

•    die Körperlage

•    die Signale verschiedener Hormone und Nerven

•    der Widerstand, den der Durchmesser der Blutgefäße erzeugt. Je größer der Fließwiderstand, desto mehr Druck muss aufgewendet werden, um das Blut zu transportieren

•    Das Blutvolumen, also die Flüssigkeitsmenge sowie die Menge der festen Blutbestandteile

Es gibt also verschiedene Stellgrößen, durch die der Blutdruck geregelt wird. Das ist auch gut so, denn der Blutdruck ist dafür verantwortlich, dass, egal was Du tust, immer und überall eine ausreichende Blutversorgung gewährleistet ist. Gleich, ob Du Dich körperlich anstrengst, vielleicht, weil Du gerade einen Kopfstand machst oder zu geistigen Höhenflügen abhebst oder mit Deinem Chef einen Konflikt austrägst. Immer richtig dosiert, nicht zu viel und nicht zu wenig, bis, ja bis es vielleicht einmal nicht mehr so klappt mit der zuverlässigen Regulierung.

Was wenn der Blutdruck nicht "normal" ist?

Vor allem bei schlanken, jungen Frauen ist ein zu niedriger Blutdruck nicht selten. Doch auch wenn der mit zum Teil erheblichen Beschwerden wie Müdigkeit, Schwindel, Herzrasen, Kopfschmerzen und sogar Atemnot aufwarten kann, gilt er als vergleichsweise harmlos und nicht als Krankheit.

Aber was, wenn Dein Blutdruck zu hoch ist, was leider bei Männern sehr viel häufiger vorkommt? Vielleicht, weil Dein (Stress-)Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist, durch zu viel und dauerhaften Stress. Durch Krankheiten, die Bluthochdruck auslösen können. Oder auch zu viel Alkohol, Zigaretten und Essen.

Dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Denn ein zu hoher Blutdruck gilt sehr wohl als Krankheit. Er kann nämlich lebensbedrohliche Folgen haben. Dabei bereitet er die ersten Jahre oft keine Beschwerden. Oft genug wird er daher eher als „Zufallsbefund“ festgestellt.

Kommt es zu Symptomen, sind sie häufig schwer zu deuten. Man spricht von unspezifischen Symptomen, denn sie könnten auch ganz andere Ursachen haben. Kopfschmerzen, Ohrengeräusche, Atemnot, Schlafprobleme, Erektile Dysfunktion und Herzrhythmusstörungen können Zeichen eines Bluthochdrucks sein.

Wie hängt der Blutdruck mit ED zusammen?

Ein zu hoher Blutdruck kann die Blutgefäße unwiderruflich schädigen. Eine Erektion kann aber nur stattfinden, wenn die Blutgefäße intakt sind. Denn damit Dein Penis hart wird und anschwillt, muss eine ausreichende Menge an Blut in die Schwellkörper gelangen. Es ist also sehr wichtig, dass Du Deinen Blutdruck regelmäßig kontrollieren lässt.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.