5.7.2019
Haarausfall
4 Minuten

Die 5 besten Tipps wie Du Deine Haare vor Chlorwasser schützen kannst.

Kaum ist in Deutschland der Sommer angekommen, platzen die Schwimmbäder aus allen Nähten. Alle wollen sich auf der Liegewiese in der Sonne brutzeln und zwischendurch der glühenden Hitze durch einen Sprung ins kalte Wasser entfliehen. Dass es sich bei dem Wasser fast immer um Chlorwasser handelt, ist allen klar – alleine der Geruch ist unverkennbar.

Was genau ist Chlor?

Reines Chlor (Cl2) ist eine Chemikalie. Der Name „Chlor“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet „hellgrün, frisch“. Diese Bezeichnung geht mit der hellgrünen Farbe des Chlorgases einher. Chlor reagiert mit fast allen anderen Elementen des Periodensystems. Aufgrund dieser hohen Reaktivität ist Chlor giftig: Chlorgas ist ein Atemgift und flüssiges Chlor wirkt stark ätzend und ist umweltschädlich.

Nochmal zusammengefasst: Der reine Stoff Chlor ist giftig und somit gefährlich für den Menschen. Doch wie kommt es dann, dass so gut wie jedes Schwimmbad Chlorwasser enthält?

In Wasser verdünntes Chlor hat einen ganz entscheidenden Vorteil: Es tötet Mikroorganismen ab, die durch Haut, Haare, Schweiß, Spucke und Urin ins Wasser gelangen. Damit sinkt die Gefahr sich Infektionen einzufangen. Die kleine Menge, die dafür benötigt wird, ist nicht giftig. Trotzdem kann Chlorwasser Haut und Haaren schaden.

Inwiefern schadet Chlor dem Haar?

Der pH-Wert von Wasser liegt bei 7; der des Körpers bei 5,5. Deshalb trocknet Wasser allein schon der Körper aus… und Chlor verstärkt diesen Prozess noch zusätzlich.

Dasselbe gilt natürlich für die Haare. Diese trocknen und bleichen durch den Kontakt mit Chlorwasser aus und werden stumpf und spröde. Dabei spielen die Häufigkeit und die Dauer des Kontaktes mit Chlorwasser eine große Rolle: Nach einigen Studien leiden besonders Leistungsschwimmer unter ausgebleichten Haaren.

Die Haare bleichen jedoch nicht nur aus: Sie können sich sogar verfärben – und zwar grün! Davon sind insbesondere blonde Haare betroffen. Ein solcher Grünstich durch Chlorwasser entsteht vermutlich durch Kupfer-Ionen, die in einigen Wasser-Desinfektionsmitteln enthalten sind.

Nun eine gute Nachricht: Das Gerücht, dass Chlorwasser Haarausfall verstärkt, ist an der Haaren herbeigezogen und wurde wissenschaftlich nicht bestätigt.

Trotzdem: Chlorwasser hat nicht gerade den Friedensnobelpreis verdient. Es gibt jedoch Tipps und Tricks, wie Du Deine Haare vor Trockenheit und Verfärbung durch Chlorwasser schützen kannst! 

Die 5 besten Tipps um Deine Haare zu schützen:

1. Wasche Deine Haare vor dem Sprung ins Chlorwasser.

Wasche Deine Haare jedes Mal, bevor Du in den Pool abtauchst. Die Haare sollen dabei ganz nass werden, da sie so nicht mehr so viele Chemikalien aus dem Chlorwasser aufnehmen können.  

2. Schütze Deine Haare mit Öl.

Streiche spezifisches Haaröl oder natürliches Öl – wie Kokosöl – in Deine Haare. Durch die entstehende Schutzschicht können die Haare besser Chlor und Wasser abweisen und werden zusätzlich mit Nährstoffen versorgt.

3. Trage eine Badekappe.

Durch die Badekappe werden die Haare vor dem Chlorwasser geschützt und der Wasserwiderstand wird gesenkt.

4. Wasche Deine Haare nach dem Schwimmen.

Wasche nach dem Schwimmen das Chlorwasser gründlich aus und gönne Deinen Haaren eine Pflegespülung – besonders dann, wenn sie vor Kurzem gefärbt oder chemisch behandelt wurden.

5. Sei vorsichtig bei gefärbten, getönten und verlängerten Haaren.

Nach einer Farbbehandlung oder Haarverlängerung sind Deine Haare sehr empfindlich. Um unerwünschte Reaktionen, Verfärbungen oder Haarbruch auszuschließen, solltest Du die ersten Tage nicht im Chlorwasser schwimmen.

Befolge diese Tipps und Dir wird dem Badespaß im Sommer nichts mehr im Wege stehen. Erfahre hier, wie Du Deine Haut perfekt auf den Sommer vorbereiten kannst.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.