9.7.2019
Erektile Dysfunktion
5 Minuten

Das meist gefälschte Medikament der Welt - die Gefahren von rezeptfreiem Viagra

Viagra. Diese kleine blaue Tablette verspricht Männern jeden Alters Höchstleistung im Bett und das Ende von Erektionsstörungen. Nicht schlecht, oder? Da kann man schon mal vergessen, dass es sich bei dieser vermeintlichen Wunderpille um ein rezeptpflichtiges Medikament handelt. Denn Viagra kann Nebenwirkungen verursachen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und kann im Extremfall sogar gefährlich werden. Ein Austausch mit Experten ist also eine wichtige Voraussetzung für die Einnahme von Viagra.

Trotzdem lassen sich nur wenige Männer (rund 350.000 aus 5 Millionen Betroffenen) wegen Erektionsstörungen behandeln. Den meisten sind die Arztgespräche über Erektionsprobleme unangenehm und sie versuchen diese zu vermeiden, indem sie Viagra online ohne Rezept kaufen.

Genau dieses Problem wird von vielen Kriminellen schamlos ausgenutzt. Zahlreiche Pseudo-Internetapotheken verkaufen das “Wunder” gegen Erektionsstörungen an Männer auf der ganzen Welt. Dies geschieht ohne Rezept und ohne medizinische Abklärung oder Untersuchung. Ganz schnell und einfach kann man Viagra über diese Online Händler – natürlich in einer neutralen Verpackung – nach Hause liefern lassen.  

Doch was ist so schlimm daran, Viagra rezeptfrei bei Online-Händlern zu bestellen?

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Viagra ist ein Medikament. Es wurde entwickelt, um den Blutdruck im Körper zu senken. Dies schafft es, indem es die Blutgefäße erweitert. Wird Viagra eingenommen, ohne vorher die Kontraindikationen mit einem Experten besprochen zu haben, kann eben diese Wirkung gefährlich werden. Dies gilt besonders bei Menschen mit Blutdruck-Regulationsstörungen. Auch die möglichen Nebenwirkungen sollten den Betroffenen bewusst sein, damit das Medikament nicht wie Smarties eingeworfen wird.

Doch nicht nur die unbedachte Einnahme von Viagra ohne Rücksprache mit dem Arzt kann einem zum Verhängnis werden. Auch bei kerngesunden Menschen kann der rezeptfreie Kauf von Viagra fatale Auswirkungen haben.

Denn was viele nicht wissen:

Viagra ist das meist gefälschte Medikament der Welt.

Die Fälschungen werden meist in geheimen Laboren in Indien und China produziert – und sie sind oft minderwertig und kontaminiert. 

So zeigte sich in einer Studie aus dem Jahr 2012, in welcher bei 22 verschiedenen Internetapotheken Viagra gekauft wurde, dass 77 % der Medikamente gefälscht waren und Toxine und Verunreinigungen wie Gipskarton, Druckertinte oder Speed in Form von Amphetaminen beinhalteten. Die Medikamente enthielten nur 30 % bis 50 % der angegebenen Menge des Wirkstoffes Sildenafil (Viagra). Fälschungen enthalten also wenig von dem was hilft und viel von dem was schadet. Also Finger weg!

Pharmazeuten warnen sogar, dass gefälschte Medikamente lebensgefährlich sein können. Sie sehen dem Original zwar ähnlich, sind jedoch meistens so billig und einfach produziert wie es nur geht. Es sind sogar schon Pillen sichergestellt worden, die mit „Straßenfarbe“ gefärbt und mit „Fußbodenwachs“ überzogen wurden. Auch absurde Substanzen wie Rattenkot, Bodenreiniger oder Bleifarbe wurden schon in gefälschten Pillen gefunden.

Kurz und knapp: Im besten Fall zeigt das gefälschte Viagra einfach keine Wirkung. Im schlimmsten Fall jedoch können ernsthafte Nebenwirkungen und sogar bleibende Schäden verursacht werden und -im Extremfall- kann die Fälschung lebensgefährlich werden.

Außerdem: Mit dem illegalen Kauf von Viagra werden Kriminelle, die sich an der Verzweiflung anderer bereichern, unterstützt. Denn der Handel mit Viagra ist lukrativ - hier kann mehr Geldgemacht werden als im Handel mit Betäubungsmitteln und Drogen. Sogar Kokain bringt weniger Geld ein als Viagra.

Was kann diesem illegalen Handel entgegenwirken? Eine Lösung: Telemedizin

Wie Du bereits weißt: Um in Deutschland Viagra in der Apotheke kaufen zu können, brauchst Du ein Rezept. Von den vielen unseriösen und illegalen Online-Anbieter solltest Du Dich also unbedingt fernhalten.

Anders sieht es bei Online-Anbietern aus, die ihre Verantwortung ernst nehmen und mit Ärzten und Apothekern zusammenarbeiten. Diese Anbieter werden ihrer Sorgfaltspflicht gerecht, indem sie die Kunden onlinestandardisierte Fragebögen ausfüllen lassen und somit einen Überblick über die Krankengeschichte der Patienten erhalten. Die in diesen Fragebögen erfassten Informationen reichen meist aus, um bewerten zu können, ob ein Präparat für den Kunden ungefährlich ist oder nicht. Somit macht es die Telemedizin möglich, dass Du sogar rezeptpflichtige Medikamente schnell und ohne schamhafte Konfrontation mit einem Arzt erhalten kannst.

Die Telemedizin spart zusätzlich sowohl Ärzten als auch Patienten Zeit und Wege. Insbesondere in ländlichen Regionen kann durch die Telemedizin die medizinische Versorgung verbessert werden. Auch die Kosten für die Patienten sinken, da weniger bürokratischer und zeitlicher Aufwand betrieben werden muss.

Wie man sieht: Telemedizin bringt jede Menge Vorteile mit sich.

Das wichtigste ist jedoch, dass es eine angenehme, schnelle und günstige Alternative zu den illegalen und gefälschten Pseudo-Apotheken bietet – und somit Dich und Deine Gesundheit vor kontaminierten Fälschungen schützt.

Die Erklärungen und Aufzählungen möglicher Behandlungsoptionen sind rein informativ und ersetzen weder die Rücksprache mit Deinem Arzt noch die Aufklärungen über die Einnahme, Wirkungsweise und Nebenwirkungen aus dem produktspezifischen Beipackzettel.